Nachrichten
01.02.2011 | permalink
Nahrungsmangel dort, Wegwerfgesellschaft hier
Wegwerfgesellschaft (Photo:Andrea Kusajda / pixelio.de)
Ein wesentlicher Grund für die in vielen Regionen der Welt herrschenden Nahrungskrisen ist die Verschwendung von Lebensmitteln. Das ist die Kernaussage einer Pressekonferenz, die die Welternährungsorganisation FAO am Donnerstag in Berlin abhielt.
01.02.2011 | permalink
Agricultural and Rural Convention fordert europäische Monitoringstelle für Nahrungsmittel
ARC
Bei der Anhörung des Agrarausschusses des Europäischen Parlamentes zur Zukunft der GAP prsäentierte die Plattform der Zivilgesellschaft, ARC 2020 gestern eine kreative Lösung für ein essentielles Problem: die faire Bezahlung der Bauern für ihre Produktion.
31.01.2011 | permalink
BASF minimiert Gentech-Kartoffel-Anbau wegen Protesten
Schwedische Aktivistin protestiert gegen Gentechnik-Kartoffel der BASF, Foto: Volker Gehrmann
Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen sich freuen: Dieses Jahr wird dort keine Gentechnik-Kartoffel der BASF angepflanzt. Der Konzern beendete die Zusammenarbeit mit dem Landwirt und wird die ungeliebte Kartoffel nun auf nur zwei Hektar in Sachsen-Anhalt anbauen. Daraus soll Pflanzgut für die nächsten Jahr gewonnen werden, so ein Sprecher der BASF. Die Proteste vor Ort hätten zu der Entscheidung geführt.
Sowohl Verbraucher als auch Verarbeiter lehnen die Kartoffel ab, da es sie längst als gentechnikfreie Alternative gibt und ihr eingebautes Antibiotikaresistenz-Markergen Risiken für die Gesundheit mit sich bringt.
- AFP: BASF will in Sachsen-Anhalt Gen-Kartoffel Amflora anbauen
- Infodienst: Hintergrund Gentech-Kartoffel
- GeN: Gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora der BASF bleibt in Deutschland ein Ladenhüter
- MVticker.de: Grüne in Mecklenburg-Vorpommern setzen Widerstand gegen Genkartoffel-Anbau fort
- Wormser Zeitung: BASF: Gen-Kartoffel Amflora soll weiter in Deutschland angebaut werden
31.01.2011 | permalink
Streit um neue Pestizidverordnung
Massiver Pestizideinsatz auf Gentech-Plantagen in Südamerika (Foto: GMWatch)
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will die Hürden bei der Zulassung von Pestiziden deutlich senken. Das geht aus einem Gesetzentwurf des Ministeriums hervor. Danach soll das Umweltbundesamt (UBA) bei der Zulassung von Pestiziden künftig kein Veto-Recht mehr haben, wenn diese bereits in einem anderen EU-Land zugelassen sind.
30.01.2011 | permalink
Unsere Küche ist die der Frauen
Unsere Kueche ist die der Frauen (Photo:Lilo Kapp/pixelio.de)
TV-Moderator Dieter Moor ist Brandenburgs liebster Schweizer. Sein amüsantes Buch über das Leben als hier ansässiger Bio-Bauer hat das Herz des Märkers höher schlagen lassen. Nun folgt ein zweites Werk: ein Kochbuch. Über die Notwendigkeit einer solchen Publikation sprach mit dem 52-Jährigen Marika Bent.
29.01.2011 | permalink
Umweltbundesamt für Agrarwende
Foto: stock.xchng, mordoc
UBA-Präsident Jochen Flasbarth: „Dass wir mit immer größerem industriellen Aufwand die Tierproduktion vorantreiben und dadurch die Ökosysteme aus den Fugen bringen, ist ein falscher Weg.“
27.01.2011 | permalink
Ein Rind und dreißig Kisten
Wer heute gutes Fleisch konsumieren möchte, hat die Möglichkeit, sich direkt beliefern zu lassen.
27.01.2011 | permalink
EU-Agrarreform könnte Klimaschutz stärken
©Fotografenname: Otto Wenninger, www.pixelio.de
Die Neuausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik könnte den Klimaschutz stärker ins Zentrum stellen. In Deutschland verursacht die Landwirtschaft elf Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen, ohne verbindliche Reduktionsziele. Sie ist auch ein Leittragender des Klimawandels.
26.01.2011 | permalink
Direktzahlungen der EU sichern in Ostdeutschland keine Arbeitsplätze
Luftaufnahme Ländlicher Raum in Brandenburg
Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) belegt, dass die Direktzahlungen an Landwirte aus den GAP-Beihilfen in Ostdeutschland keine Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern. Im Gegenteil, der größte Teil wird in Rationalisierungsmaßnahmen investiert. Lediglich Umweltmaßnahmen haben einen positiven Beschäftigungseffekt. Die Studie wurde in Landkreisen Brandenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts durchgeführt.
23.01.2011 | permalink
Zehntausende demonstrieren in Berlin gegen Agrarpolitik
Zehntausende demonstrierten am 22.1.2011 in Berlin für eine neue Agrarpolitik (Photo: Benny Haerlin)
"Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten!". Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet folgten am 22. Januar dem Aufruf des Bündnisses "Wir haben es satt!" und demonstrierten für eine Wende in der Landwirtschaftspolitik. Laut Veranstalter kamen 22000 Menschen zur bisher größten Agrardemo nach Berlin. "Der heutige Protest zeigt: Die Bevölkerung will ein Ende der industriehörigen Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik. Wir brauchen eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik. Bundesagrarministerin Ilse Aigner muss eine echte EU-Agrarreform und den Ausstieg aus der Massentierhaltung voranbringen anstatt beides zu bremsen", sagte Campact-Geschäftsführer Felix Kolb.

