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Nachrichten

16.03.2011 |

Kritik an Aigners Charta-Prozess

Auf Einladung der Agrarministerin Ilse Aigner diskutieren aktuell Umweltschützer, Bauern und andere Gruppen über die künftige Agrarpolitik, aus der heraus neue Leitlinien für eine zukunftsfähige Landwirtschaft („Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“) entwickelt werden soll. Doch wichtige linke Verbände fehlen, wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Entwicklungshilfeverbände Misereor und Oxfam sowie der größte deutsche Ökobauernverband, Bioland, und der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Zudem fehlen wichtige Fragen auf der Themenliste. Zum Beispiel zu Gentechnik und einer gerechteren Verteilung der Agrarsubventionen zwischen großen und kleinen Betrieben.

14.03.2011 |

Bauernverband „in Sorge“ über gesellschaftliche Debatte zur Zukunft der Landwirtschaft

In einem offenen Brief an Bundesministerin Aigner bezweifelt der Präsident des Deutschen Bauernverbands Sonnenleitner, dass die durch das BMELV initiierte Debatte zur Landwirtschaft in Deutschland auch „realistisch“ geführt wird. Laut Sonnenleitner haben sich bestimmte „Wahrnehmungen“ über die deutschen Bauern entwickelt, die den „Fakten und Marktrealitäten“ häufig nicht entsprechen.
Aktuell ruft das Bundesministerium für Landwirtschaft zum Dialog mit Bürgern, Verbrauchern und Landwirten auf, aus der heraus neue Leitlinien für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ( „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ ) entwickelt werden soll .

13.03.2011 |

EP will Eiweiss-Defizit beenden

Das Europäische Parlament nahm am 8. März einen Initiativbericht an, in dem es die Kommission auffordert, das gegenwärtige Defizit an Eiweißpflanzen zu beenden. Über 70 % des Bedarfs werden gegenwärtig durch Importe, v.a. von Soja, aus Drittländern gedeckt. Weil in der Abstimmung eine Reihe von Anträgen angenommen wurden, die einen Schwellenwert für gentechnisches Soja-Importe fordern, zog der Autor des Berichts, Martin Häußling (Grüne, Deutschland) seinen Namen allerdings zurück.

11.03.2011 |

Agrokraftstoffe liefern keinen Beitrag zum Klimaschutz

Raps Foto: Tobias Kunze / pixelio

Die neue Benzinsorte "E10" mit 10 Prozent Ethanol-Anteil leistet nach Ansicht von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen keinen Beitrag zum Klimaschutz. Agrarsprit sei aus Umweltsicht nicht besser als herkömmliches Benzin. Autoherstellern und der Bundesregierung diene "E10" als Alibi für die Entwicklung sparsamerer Fahrzeuge.

10.03.2011 |

BMELV ruft zum Mitreden auf

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ruft angesichts der bevorstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die zukünftige Landwirtschaft auf. In insgesamt vier Workshops soll mit Vertretern breiter gesellschaftlicher Kreise über die Herausforderungen diskutiert werden. Über das Internet sollen Bürger, Verbraucher und Landwirte ihre Vorstellungen in den Diskussionsprozess einbringen. Der Prozess läuft bis zum Herbst 2011. Darauf aufbauend will das BMELV eine „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ entwickeln.

09.03.2011 |

UN-Bericht für agrarökologische Wende

Ein Bericht des UN-Sonderberichterstatters Olivier De Schutter "Agrarökologie und das Recht auf Nahrung" spricht sich für eine grundsätzliche agrarökologische Wende aus, um die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen und gleichzeitig Klimawandel und ländliche Armut zu mindern. Die Produktion von Kleinbauern in den Krisenregionen könne sich durch ökologische Anbaumethoden innerhalb von 10 Jahren verdoppeln.

09.03.2011 |

Proteste gegen Großprojekt in Niedersachsen

Landwirte und AnwohnerInnen wehren sich gegen einen Riesen-Kuhstall in Niedersachsen. In Barver südlich von Bremen soll ein Großbetrieb mit 3.200 Milchkühen und 1.500 Zuchtrindern entstehen. Er wäre der größte in ganz Deutschland. Es werden bereits Unterschriften gegen das Projekt gesammelt.

08.03.2011 |

EU-Bericht plädiert für den Abbau von Subventionen

Laut einem EU-Parlamentsbericht sollten EU-Subventionen in der Landwirtschaft und der Struktur- und Energiepolitik abgebaut werden, die die Umwelt schädigen. Der Bericht, beauftragt vom Umweltausschuss des Parlaments, wurde letzte Woche veröffentlicht und antwortet auf die Empfehlungen einer Gruppe von Nichtregierungsorganisationen im November. Der Bericht findet sich unter: www.europarl.europa.eu/activities/committees/studies/download.do

03.03.2011 |

Agrarsubvention für Großbetriebe nicht unter Verschluss

Der Staat darf Informationen über die Agrarzuschüsse an große Betriebe nicht verweigern. Das hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden. Nach einer Mitteilung vom Mittwoch gaben die Richter damit den Anträgen von Greenpeace und zwei Redakteuren des Magazins «Stern» Recht, wenn es zum Beispiel um Aktiengesellschaften geht.

02.03.2011 |

Bundesrats-Initiative zur Gentechnik im Saatgut

Eine Verunreinigung von 0,1Prozent bedeutet, dass pro Hektar 100 Gentechnik-Pflanzen wachsen. Eine Verunreinigung von 0,1% bedeutet, dass pro Hektar 100 Gentechnik-Pflanzen wachsen.(Photo:Simone Knorr)

Der Agrarausschuss des Bundesrats hat in seiner letzten Sitzung am Montag einen Antrag der Bundesländer Niedersachsen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein angenommen, der eine Aufhebung der Nulltoleranz für Saatgut vorsieht. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, eine „für alle Wirtschaftsbeteiligten praktikable technische Lösung für die Nulltoleranz bei Saatgut baldmöglichst zu definieren“. Bisher gilt eine strenge Regelung der Null-Toleranz von gentechnisch veränderten Organismen im herkömmlichen Saatgut. Eine Erlaubnis zur Verunreinigung von Saatgut würde gentechnikfrei wirtschaftende Landwirte erhebliche Probleme bereiten, ihre Felder frei von Gentechnik zu halten. Am 18. März wird der Bundesrat über den Antrag entscheiden.

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