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Nachrichten

24.03.2011 |

Bauern-Demo bei Agrarministertreffen in Salzburg

Bauern demonstrieren in Salzburg 24. März 2011 (Photo:Salzburg24.at)

Die Österreichische Bergbauernvereinigung, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern (ABL Bayern) und die IG-Milch demonstrierten beim österreichisch-bayerischen Agrarministertreffen in Salzburg für "Bauernhöfe statt Industriebetriebe". Mit Traktoren, Leiterwägen und Scheibtruhen zogen sie durch die Stadt für eine gerechtere Verteilung der EU-Subventionen.

18.03.2011 |

Agrarminister uneins über die Zukunft der GAP

Die EU-Agrarminister haben sich mehrheitlich auf Schlussfolgerungen zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 geeinigt, die von der ungarischen Ratspräsidentschaft vorgelegt wurden. Streit gibt es v.a. um die Frage einer Obergrenze der Subventionen bzw. deren Bindung an Arbeitskräfte. Die Mehrheit, darunter Deutschland, lehnt diesen Vorschlag des Agrarkommissars ab. Eine Minderheit leistet Widerstand.

18.03.2011 |

Keine Entscheidung über Verbot der Kleingruppenhaltung

Die Länder prüfen, ob Legehennen mehr Platz bekommen sollen. Jedoch konnte sich der Bundesrat am Freitag mehrheitlich nicht zu einem Verbot von Hühnerkäfigen durchringen. Mehrere SPD-geführte Länder halten die jetzige Haltungsform in Kleingruppenkäfigen nicht für tiergerecht. Der Parlamentarische Agrarstaatssekretär Gerd Müller (CSU) sagte aber, den Hühnern "geht es gut in Deutschland". Käfige seien bereits verboten.

18.03.2011 |

Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut

Bundesrat-Saatgut-Aktion Aktion heute morgen vor dem Bundesrat: Dort wurden 65.000 Unterschriften an die Ministerpräsidenten übergeben. (Photo:SaveOurSeeds)

Der Protest hat gewirkt: Der Antrag zur Aufhebung der Null-Toleranz im Saatgut wurde heute im Bundesrat mehrheitlich abgelehnt. Noch am 28. Februar wurde der Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Agrarausschuss des Bundesrates einstimmig beschlossen. Der daraufhin ausbrechende Protest auf der Straße und im Internet bewegte schon vor dem Bundesrat-Plenum heute mehrere Ministerpräsidenten der Bundesländer dazu, sich klar für die Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu positionieren. 65.000 Unterschriften wurden gesammelt, die den Ländervertretern heute morgen bei einer Aktion vor dem Bundesrat übergeben wurden. „Diese krachende Niederlage für die Gentechnik-Lobby ist der Erfolg massiven Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Tagen“, so Astrid Goltz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. "Ein guter Tag für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung!" freute sich Benedikt Härlin von der Initiative Save Our Seeds, die zusammen mit Campact den Protest organisierte. Unterstützt wurden sie von einem breiten Bündnis von Organisationen, das sich für die absolute Reinhaltung von Saatgut einsetzt und das Verursacherprinzip bei Kosten fordert, die durch jegliche Verunreinigungen mit Saatgut entstehen.

18.03.2011 |

Bericht zur Lage der Welt 2011

Unter dem Titel „Zur Lage der Welt 2011. Hunger im Überfluss. Neue Strategien gegen Unterernährung und Armut“ erschien jetzt der „State of the World" Bericht des US-amerikanischen Worldwatch-Instituts. Fazit: Schlüssel zum Abbau von Armut und Hunger sind lokal angepasste, einfache und ökologisch nachhaltige Innovationen in der Landwirtschaft und entsprechende Investitionen. Zahlen, Daten, Fakten und Leseproben unter www.boell.de

17.03.2011 |

Aigner für neue Gentech-Zulassungen

Mais Comic Die EFSA-Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen ist umstritten (Bild: Testbiotech)

Die EU-Agrarminister konnten sich heute nicht über die Zulassung von drei neuen Gentechnik-Pflanzen einigen. Nun kann die EU-Kommission entscheiden, die bisher die Zulassung stets erteilte. Die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner hatte für die Marktzulassung der sogenannten stacked-event Maissorte MON 89034 x MON 88017 von Monsanto mit sieben verschiedenen Gentech-Eigenschaften, die Bt-Baumwolle GHB614 der Bayer AG und die Erneuerung der Zulassung der Bt-Maisdsorte 1507 von Pioneer gestimmt.

17.03.2011 |

Abschaffung umweltschädlicher EU-Subventionen?

In einem offenen Brief an Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigten sich 91 europäische Organisationen besorgt, dass die Kommission noch keinen Fahrplan für den Abbau umweltschädlicher Subventionen erarbeitet hat und damit ihr eigenes Versprechen sowie die Aufforderungen von EU-Parlament und Ministerrat ignoriere. Die Agrarreform werde offenbar ohne eine Analyse der ökologischen Auswirkungen der EU-Subventionen auf die Umwelt vorangetrieben.

17.03.2011 |

Demos gegen Gentechnik im Saatgut

Saatgutaktion in Hannover Saatgutaktion in Hannover, Foto: Unabhängige Bauernstimme

Bündnisse werden aktiv gegen die drohende Aufhebung der Nulltoleranz von Gentechnik im Saatgut. Heute finden Aktionen in Hamburg, Gießen, Schwerin und Stuttgart statt. Gestern zogen 30 Saatgutschützer mit Trecker, Drillmaschine und Saatgutsäcken vor den Niedersächsischen Landtag, um gegen den u.a. von der niedersächsischen Landesregierung eingebrachten Antrag im Bundesrat zu protestieren. Sie befürchten, dass die vorgeschlagenen „technischen Vorschriften“ die strenge Null-Toleranz im Saatgut aushebeln könnte. „Technische Tricks, um eine schleichende Verunreinigung des Saatguts zu legalisieren, sind fatal für die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft. Die Nulltoleranz muss ohne Wenn und Aber gelten“, so Annemarie Volling, Sprecherin des Bündnisses für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg. Das Bündniss fordert die Länder auf, den Antrag im Bundesrat zurückzuziehen.
Morgen findet in Berlin eine Protestaktion zur Entscheidung der Landesregierungen vor dem Bundesrat statt. Mittlerweile haben bereits die Länder Bremen, Brandenburg und Hessen zugesagt, dem Antrag am Freitag nicht zuzustimmen.
Unterdessen wurde in Nordrhein-Westfalen verunreinigtes Saatgut aus dem Verkehr gezogen. In vier von 16 Proben wurde der zum Anbau verbotene Gentechnik-Mais MON 810 gefunden.

16.03.2011 |

Kritik an Aigners Charta-Prozess

Auf Einladung der Agrarministerin Ilse Aigner diskutieren aktuell Umweltschützer, Bauern und andere Gruppen über die künftige Agrarpolitik, aus der heraus neue Leitlinien für eine zukunftsfähige Landwirtschaft („Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“) entwickelt werden soll. Doch wichtige linke Verbände fehlen, wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Entwicklungshilfeverbände Misereor und Oxfam sowie der größte deutsche Ökobauernverband, Bioland, und der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Zudem fehlen wichtige Fragen auf der Themenliste. Zum Beispiel zu Gentechnik und einer gerechteren Verteilung der Agrarsubventionen zwischen großen und kleinen Betrieben.

14.03.2011 |

Bauernverband „in Sorge“ über gesellschaftliche Debatte zur Zukunft der Landwirtschaft

In einem offenen Brief an Bundesministerin Aigner bezweifelt der Präsident des Deutschen Bauernverbands Sonnenleitner, dass die durch das BMELV initiierte Debatte zur Landwirtschaft in Deutschland auch „realistisch“ geführt wird. Laut Sonnenleitner haben sich bestimmte „Wahrnehmungen“ über die deutschen Bauern entwickelt, die den „Fakten und Marktrealitäten“ häufig nicht entsprechen.
Aktuell ruft das Bundesministerium für Landwirtschaft zum Dialog mit Bürgern, Verbrauchern und Landwirten auf, aus der heraus neue Leitlinien für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ( „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ ) entwickelt werden soll .

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