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Nachrichten

07.04.2011 |

EU-Kommissar Ciolos lehnt Großbetriebe nicht grundätzlich ab

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat bei seinem Besuch in Mecklenburg-Vorpommern klargestellt, dass er nicht prinzipiell gegen Großbetriebe ist. Vielmehr solle die gewachsene Vielfalt der Agrarstrukturen in Europa erhalten bleiben. Nach Ciolos müsse man jedoch zwischen großen Kapitalunternehmen, die auf Prämienjagd seien, und Großkooperativen, die ähnlich wie Familienbetriebe wirtschaften, unterscheiden. Letztere sollten nicht benachteiligt werden.

06.04.2011 |

Umfrage zu grüner Agrarpolitik

Auf topagrar online, dem Magazin für moderne Landwirtschaft, gibt es diese Woche eine Abstimmung über die Frage, wie eine zunehmend "grüne" Agrarpolitik auf Länderebene beurteilt wird. Das Abstimmungsergebnis gibt es, wenn man an der Umfrage teilgenommen hat.

05.04.2011 |

Industrielle Agrarproduktion oder bäuerliche Landwirtschaft

Anlässlich des Besuchs von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am 6.April in Mecklenburg-Vorpommern wurde das Bündnis "Meine Landwirtschaft" in einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Trägerverbände fordern darin einen radikalen Wechsel in der Agrarförderung. So sollten mit der anstehenden Agrarreform 2013 die bislang nur an die Fläche gebundenen Beihilfen an die Bauern auch an ökologische und soziale Kriterien gekoppelt werden.

05.04.2011 |

Agrarminister gegen Großprojekt in Niedersachsen

In Barver südlich von Bremen soll ein Großbetrieb mit 3.200 Milchkühen und 1.500 Zuchtrindern entstehen. In einem Brief an einen besorgten Anwohner betonte nun Niedersachsens Agrarminister Lindemann, Betriebe dieser Größenordnung mit großgewerblichem Charakter entsprächen nicht seinem agrarpolitischen Leitbild und würden von der niedersächsischen Landesregierung abgelehnt. Lindemann hält derartige Anlagen deshalb auch nicht für förderungswürdig.

04.04.2011 |

Uneinigkeit bei Umweltauflagen und Betriebsprämien

Trotz Differenzen konnten sich die Agrarminister aus Bund und Länder auf der Konferenz in Jena auf eine gemeinsame Position zur Reform der europäischen Agrarpolitik einigen. So plädieren die Minister für die Beibehaltung des bisherigen EU-Agraretats und des sogenannten Zwei-Säulen-Modells. Auch werde eine stärkere ökologische Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik akzeptiert, wenn dabei eine einfache administrative Umsetzung gewährleistet wird. Abweichende Meinungen gibt es darüber, wie das Greening in der zukünftigen Agrarpolitik realisiert werden soll. Zudem gibt es kein Einvernehmen bei der Frage, ob bei den Direktzahlungen der unterschiedliche Betriebsgröße Rechnung getragen werden sollte.

01.04.2011 |

Bauernhöfe statt Tierfabriken?

Über 100 TierschützerInnen diskutierten am 26. März in Gütersloh über "Bauernhöfe statt Tierfabriken". Im Anschluss kamen noch rund dreißig TeilnehmerInnen zu einem ersten Treffen des grünen „Runden Tischs für artgerechte Tierhaltung“ zusammen. Dieser soll in den kommenden Monaten Handlungsempfehlungen für Landtagsfraktion und Landesregierung entwickeln, die den Tierschutz in der Landwirtschaft voran bringen sollen. Dabei wird ausdrücklich noch zur Mitarbeit eingeladen.

31.03.2011 |

Demonstration in Jena: Forderungen an Agrarminister

Protest bei Agrarministerkonferenz in Jena Bauernprotest in Jena

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft will eine einfache und effektive EU-Agrarreform, der Bund Deutscher Milchviehhalter mehr Marktmacht für die Bauern und Naturland beklagt den Plan der Thüringischen Landesregierung, die Bio-Förderung abzuschaffen, Imker warnen davor, dass ihre Bienen in der industriellen Landwirtschaft verhungern. Gemeinsam demonstrierten sie am Donnerstag in Jena bei der Agrarministerkonferenz.

29.03.2011 |

Novel Food Verordnung scheitert an Streit um Klonfleisch

Weil das Europäische Parlament und der EU Ministerrat sich nicht über den Umgang mit Fleisch und Milch von Tieren, in deren Stammbaum sich Klone finden, einigen konnten, ist eine seit drei Jahren diskutierte Novellierung der EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel gescheitert.

28.03.2011 |

Petition: Gentechnikanbau stoppen

Heute startet die Petition für einen Anbaustopp von Gentechnik-Pflanzen. Hinter der Aktion steht der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der die Bundesregierung dazu bringen will, sich auf EU-Ebene für einen Zulassungsverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen einzusetzen. Bis zum 17. April werden 50.000 Unterschriften benötigt.

25.03.2011 |

Zwergenaufstand gegen Gentechnik: Bantam’s samenfeste Vielfalt

Bantam Zwerg Vielfalt 2011 Bantam"s bunte, samenfeste Vielfalt.

Pünktlich zum Frühlingsanfang startet auch dieses Jahr die Aktion Bantam von Save Our Seeds. Golden Bantam, ein samenfester Mais setzt ein praktisches und lebendiges Zeichen gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Wo Bantam steht, wächst keine Gentechnik. Seit 2006 ist die Anzahl der Bantamesen, also Menschen, die Bantam in ihren Gärten oder ihren Balkonen pflanzen, auf 60.000 gestiegen. Seit zwei Jahren wächst auch das Sortiment. Der Lein „Blaues Wunder“ wurde letztes Jahr dazugenommen, eine Reaktion auf gentechnisch verunreinigten Leinsamen in Brot und Müsli, der in 36 Ländern entdeckt wurde. Zurückzuführen war die Gentechnik-Verunreinigung auf eine Sorte namens Triffid, die nirgends auf der Welt eine Zulassung besitzt. Dieses Jahr wächst das Sortiment um Kohlrabi-, Zucchini- und Sonnenblumensamen – samenfest und garantiert ohne Gentechnik. Denn samenfeste Sorten sind die Grundlage für eine weltweite Ernährungssouveränität.

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