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Nachrichten

21.05.2011 |

Hecken hätten A 19-Sandsturm verhindert

Erosionsschutzmaßnahmen Hecken, Bäume und Büsche als natürlicher Erosionsschutz (©Rainer Sturm/PIXELIO)

Die Bundesregierung hat eingestanden, dass gefährliche Sandstürme wie am 8. April auf der A19 bei Rostock durch mehr Hecken, Bäume und Büsche auf den Feldern verhindert oder zumindest abgemildert werden können. Für die Fläche an der A19, auf der der Sandsturm entstanden war, waren trotz einer Größe von 80 Hektar keine Erosionsschutzmaßnahmen vorgeschrieben. Dennoch sieht die Bundesregierung keine Notwendigkeit, die geltenden Erosionsschutzauflagen zu verschärfen.

20.05.2011 |

Ciolos kritisiert Agro-Gentechnik

Dacian Ciolos EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos übt scharfe Kritik an Agro-Gentechnik. Foto: EPP

Im Interview mit einer rumänischen Tageszeitung übte EU-Agrarkommissar Ciolos scharfe Kritik am Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft. Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen sind in ihrer Qualität ungenügend und schränken die vielfältige Ernährung ein. Er sieht durch den Einsatz von Gentechnik das weltweite Vertrauen von Verbrauchern in europäische Lebensmittel gefährdet und fordert eine Agrarforschung in der EU, die auf Vielfalt und Qualität von lokalen Produkten ausgerichtet ist.

19.05.2011 |

AbL unterstützt Tierärzte-Kritik an einseitiger Tierzucht

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt die Erklärung des Bundesverbands der beamteten Tierärzte (BbT), in der dieser seine Sorge über die Vernachlässigung der Tiergesundheit in der Nutztierzucht zum Ausdruck bringt. So kritisiert der Bundesverband die durch Gesundheitsstörungen verkürzte Nutzungsdauer von Milchkühen ebenso wie die erhöhte Zahl sterbender Ferkel infolge einer einseitigen Schweinezucht auf hohe Ferkelzahlen. Mastputen könnten oft ihr eigenes Gewicht nicht mehr tragen, Skelettdeformationen seien an der Tagesordnung. Tierärzte müssten heute die Tierschutzprobleme dieser einseitigen Zucht bewältigen.

19.05.2011 |

Bioverbände kritisieren EEG-Vorschläge

Biogasanlage Biogasanlage(©JuwelTop/PIXELIO)

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern Bioland und Naturland erhebliche Nachbesserungen bei den Reformvorschlägen zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) von Bundesumweltminister Röttgen, damit die Biogas-Erzeugung besser in den ökologischen Landbau integriert wird. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Biogas-Produktion hat in den letzten Jahren die Flächenkonkurrenz zur restlichen Landwirtschaft verschärft. Auch der ökologische Landbau wird dadurch in seiner Entwicklung gebremst, sei es durch Pachtpreiserhöhungen oder immer weniger umstellungsbereite Landwirte.

17.05.2011 |

Monsanto erhält Patent auf Melone

Honigmelone Honigmelone als Erfindung von Monsanto? (© wrw/PIXELIO)

Der US-Konzern Monsanto hat ein europäisches Patent auf eine konventionell gezüchtete Melone erhalten. Die Melone ist resistent gegenüber einer Viruskrankheit und wurde auf herkömmliche Art und Weise gezüchtet. Melonen mit diesen Eigenschaften wurden ursprünglich in Indien entdeckt. Doch in Europa gilt sie nun als Erfindung von Monsanto. Christoph Then, Sprecher des Bündnisses Kein Patent auf Leben, spricht von einem Missbrauch des Patentrechtes, da eine Patentierung konventioneller Züchtung verboten ist. Das Verbot wurde jedoch umgangen, indem nicht das Verfahren patentiert wurde, sondern die Pflanzen selbst. Problematisch an der Patentierung ist, dass mit dem Saatgut nicht weitergezüchtet werden darf. Das Recht auf die genetische Ressourcen liegt also beim Patentinhaber. Die Initiative Kein Patent auf Leben hat deshalb einen Aufruf gestartet, den bereits 15.000 Menschen unterzeichnet haben. Sie fordern eine Änderung des europäischen Rechts, damit eine Patentierung von Tieren, Pflanzen und daraus gewonnenen Lebensmitteln verhindert wird.

17.05.2011 |

Studie kritisiert FAO-Prognosen

Wer weniger wegschmeißt, muss weniger anbauen Wer weniger wegschmeißt, muss weniger anbauen.(©Heinz Metters/PIXELIO)

Die zur Bekämpfung der Hungerkrise von der Welternährungsorganisation FAO geforderte Steigerung der Lebensmittelproduktion um 70 Prozent bis 2050 basiert auf unvollständigen Annahmen. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie des WWF Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung. Es wird vor allem kritisiert, dass die FAO die Möglichkeiten, die Nachernteverluste zu reduzieren, zu wenig beachtet hat. Schon bei einer Halbierung der Nachernteverluste wäre nur noch eine Produktivitätssteigerung von 48 Prozent nötig.

17.05.2011 |

Konzerne arbeiten an verbrauchernaher Gentechnik

Die Industrie setzt derzeit auf genveränderte Pflanzen, die nicht nur Landwirten und Industrie nutzen, sondern vor allem den Verbrauchern. Bei der BASF-Tochter Plant Science versucht man, Gene aus Algen in die Nutzpflanze einzuschleusen, damit gesundheitsfördernde Fettsäuren im Raps produziert werden und anschließend in verschiedenen Lebensmitteln weiterverarbeitet werden könnten.

16.05.2011 |

Agrarpolitik hat Mitschuld an Lebensmittelverschwendung

Supermarktregal Supermarktregal (©siepmannH/PIXELIO)

Nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat die Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte maßgeblich die Abfallproblematik mitverursacht, indem vor allem auf Wettbewerbsfähigkeit und auf eine billige Lebensmittelproduktion gesetzt wurde. "Billigprodukte aber werden weniger wertgeschätzt und entsprechend auch leichter entsorgt", so der BDM-Vorsitzender Romuald Schaber.

14.05.2011 |

Mit weniger mehr tun

Fabriklandschaft (©Dieter Schütz/PIXELIO) Fabriklandschaft (©Dieter Schütz/PIXELIO)

Aus dem aktuellen Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) geht hervor, dass bis 2050 die Menschheit jährlich 140 Milliarden Tonnen Mineralien, Erze, fossile Brennstoffe und Biomasse verbrauchen wird. Das ist drei Mal so viel wie der derzeitige Verbrauch. Der Bericht kommt deshalb zum Schluss, dass eine weitere Entkoppelung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum notwendig ist.

13.05.2011 |

Ausschuss der Regionen für eine bäuerliche Landwirtschaft

Die künftige Entwicklung der vielen EU-Agrarregionen könnte auf dem Spiel stehen, wenn durch die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik die gravierenden Ungleichgewichte im aktuellen System nicht behoben und die zahlreichen kleinen und mittleren Landwirtschafts- und Erzeugerbetriebe, aus denen der EU-Agrarsektor zum größten Teil besteht, nicht weiter unterstützt werden. Mit dieser Warnung verabschiedete der Ausschuss der Regionen am Donnerstag in Brüssel drei Stellungnahmen.

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