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Nachrichten

01.02.2012 |

Dänen machen Druck bei der Agro- Gentechnik

GVO Anbau EU Kommission möchte nationale Anbauverbote erleichtern(Photo:Istock/BartCo)

Die dänische Ratspräsidentschaft macht Druck bei der Entscheidung über nationale Anbauverbote von Gentechnisch Veränderten Organismen (GVO) in einzelnen EU Mitgliedsstaaten. In einer Arbeitsgruppe legte die Ratspräsidentschaft ein Kompromisspapier zur Genehmigung von GVO vor. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen nationale Anbauverbote erleichtert werden.Dänemark möchte die Ablehnung gegen den Kommissionsvorschlag überwinden, um möglichst noch im EU-Umweltrat im März eine Entscheidung herbeizuführen.

30.01.2012 |

Ecuador will Öl fördern

Urwald Wie viel ist uns der Schutz der Natur wert? (Photo: Makrodepecher/pixelio.de)

Die ecuadorianische Regierung will laut Pressemeldungen, die sich auf Angaben der staatlichen Ölgesellschaft beziehen Lizenzen zur Ölförderung im Regenwald vergeben. Der Präsident Rafael Correa bat 2007 um Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und versprach im Gegenzug das sogenannte ITT-Gebiet vor der Ölförderung zu schützen. Das ITT-Gebiet, in dem große Mengen Erdöl vermutet werden, macht 179 451 Hektar Regenwald aus und liegt im Yasuní Nationalpark. Deutschlands Entwicklungsminister Niebel sagte Zahlungen in den Fonds zur Erhaltung des Gebietes ab, versprach kürzlich allerdings 34,5 Millionen Euro projektbezogen zu investieren. Das ITT-Gebiet scheint somit vorerst sicher vor der Ölförderung. Das Gebiet, für das jetzt Lizenzen vergeben werden, ist mit 2.927.513 Hektar rund zehnmal größer als das ITT-Gebiet und ebenfalls wichtig für die Biodiversität und Heimat von indigenen Völkern.

25.01.2012 |

Bundesregierung bezieht Stellung zur GAP

EU Flagge EU-Flagge (Photo: Schoenemann/Pixelio)

Die Bundesregierung äußerte sich in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen über die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU. Daraus geht hervor, dass sie grundsätzlich den Vorschlag von EU Agrarkommissar Dacian Ciolos befürworte, dass ein Teil der Direktzahlungen an Landwirte an sogenannte Maßnahmen gebunden sind, die bevorzugt dem Umwelt- und Klimaschutz dienen sollen. Dabei müssten allerdings „die Besonderheiten bestimmter Betriebe, wie z. B. kleinerer Betriebe und von Betrieben mit hohem Dauergrünlandanteil berücksichtigt“ werden. Dass eine Frucht höchstens 70% der Ackerfläche ausmachen darf, hält die Regierung für ausreichend. Hier forderten Umweltorganisationen sowie die Grünen in ihrer Anfrage weitgehendere Maßnahmen von rund 50% Höchstanteil.

25.01.2012 |

Aigner will Regional-Fenster

Aigner strahlt Ilse Aigner für Nulltoleranz von Gentechnik in Lebensmitteln; Foto: Volker Gehrmann

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner kündigte an, auf einem Gipfel im April mit den Landwirtschaftsministern der Länder ein Konzept für ein Regionalfenster zu diskutieren. Sie wolle damit eine „klare und transparente Kennzeichnung für regionale Produkte durchzusetzen". Das Siegel soll die Herkunft des Produktes und der „wichtigsten Zutaten“ zeigen und freiwillig von Anbietern verwendet werden. In einer Pressemitteilung berichtet das Ministerium von einer Umfrage nach der 79 % der Verbraucher bereit wären, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben.

23.01.2012 |

Vorgehen gegen Käfighaltung

Huhn hinter Gittern Huhn hinter Gittern Photo:Rouven Weidenauer/pixelio.de

EU Kommissar John Dalli präsentierte am Freitag im Rahmen der Grünen Woche die Tierschutzstrategie der EU. Er kündigte außerdem an, den Mitgliedstaaten die bisher die Richtlinien zur Käfighaltung von Legehennen immer noch nicht einhalten, drohten sofortige Konsequenzen. Trotz zwölfjähriger Übergangsphase wurde sie von 15 Mitgliedstaaten nicht eingehalten. „Wir werden sofortige Gegenmaßnahmen einleiten. In den nächsten Tagen schon beabsichtigen wir, Verstoßverfahren einzuleiten", meinte Dalli im Interview mit Agrarheute.com.

23.01.2012 |

Agrarminister wollen weltweiten Hunger bekämpfen

Hunger Agrarminister wollen weltweiten Hunger bekämpfen (Photo:istockPhoto/Likhitha)

64 Agrarminister aus der ganzen Welt, die sich im Rahmen der „Grünen Woche“ zum internationalen Agrarministergipfel trafen, haben sich auf neue Strategien und eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Hunger verständigt. „Ohne eine nachhaltige und produktive Land- und Ernährungswirtschaft wird der Kampf gegen den Hunger nicht zu gewinnen sein ", so Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO), José Graziano da Silva, betonte: "Kein Land kann den Hunger allein bekämpfen." Er forderte die Minister auf, die Nahrungsmittelproduktion umweltverträglich zu steigern. Daneben gehe es auch darum, dass Hungernde sich künftig Lebensmittel leisten können und diese auch verfügbar sind. Die Vorschläge der Agrarministerkonferenz sollen in eine Konferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung im Juni in Rio de Janeiro eingebracht werden. Die Schwerpunkte von Rio + 20 sind die Förderung einer ökologischen Wirtschaftsweise, der Green Economy, als Grundlage für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung sowie die Schaffung der dafür notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen.

23.01.2012 |

Demo war ein voller Erfolg

Demo Kundgebung 2012 Demo Kundgebung 2012

Mit so vielen Teilnehmern hatten selbst die Organisatoren der Demo „Wir haben es satt!“ nicht gerechnet. Trotz des Wetters, das nicht schlimmer hätte sein können, protestierten 23000 Menschen am Samstag vor dem Kanzleramt gegen Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Landwirtschaft. Anlass war der Agrarministergipfel, zu dem Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner im Rahmen der Grünen Woche Agrarminister aus über 70 Ländern einlud. Von ihr forderten die Demonstranten, die Reformansätze der EU-Agrarreform nicht länger zu blockieren.

20.01.2012 |

Ciolos stellt sich Kritik der Zivilgesellschaft

Ciolos im ICC Ciolos zu Gast bei Meine Landwirtschaft

Auf Einladung der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und den Ko-Organisatoren „ARC2020“ stellte sich EU- Agrarkommissar Dacian Ciolos den Fragen und der Kritik der Zivilgesellschaft. Einige der zahlreichen Umwelt-, Entwicklungs-, Verbraucher-, und Bauern- Organisationen sowie engagierte privat Menschen äußerten die Befürchtung, die wenigen Ansätze hin zu einer umweltgerechteren und bäuerlicheren Landwirtschaft, die in der EU-Agrarreform von Ciolos verankert wurden, könnten auf Druck der deutschen Regierung, auch noch aufgegeben werden. Ciolos versprach aber bei seinen Forderungen zu bleiben und verglich die EU-Agrarreform mit einem Elefanten, den man nur in kleinen Schritten zu einer Wende bewegen kann. Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft entgegnete dem, die Demo "Wir haben es satt" sei dazu da, den Elefanten etwas schneller zu machen.

19.01.2012 |

Aigner kritisiert Demoaufruf

Aigner Gentechnik Ministerin Aigner bleibt trotz einer neuen Studie zu den Gefahren von Gentechnik-Mais bei einer Enthaltung - und nimmt damit die Zulassung von MIR 162 in Kauf

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die Internationale Grüne Woche eröffnet. Sie präsentierte ihre "Charta für Landwirtschaft und Verbraucher". Aigner sieht keine Möglichkeit ein Tierschutz-Siegel national einzuführen, betonte aber, sie setzte sich auf EU-Ebene dafür ein. Die Ministerin kam auch auf die Demo "Wir haben es satt" zu sprechen und sagte, die Demonstranten kritisierten eine "Agrarpolitik, die es nur noch in Geschichtsbüchern gibt". Sie meinte außerdem: "Wir haben es satt. Aber rund eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern." Auch wenn Aigner die Forderungen der Demo scheinbar missverstanden hat, wird deutlich, dass der Protest bereits im Vorfeld der Demo Wirkung zeigt.

18.01.2012 |

Kritischer Agrarbericht warnt vor Überproduktion

Agrarbündnis e.V. Herausgeber des kritischen Agrarberichts

Im Rahmen der Grünen Woche wird der Kritische Agrarbericht 2012 vorgestellt. Darin wird prognostiziert, dass es zu einer Überproduktion im Bereich der Geflügelmast kommen wird. Bundesweit seien Ställe für bis zu 36 Millionen Hähnchen geplant, schätzt der Bericht. Neben den ökologischen Problemen und dem alarmierend hohen Antibiotika Einsatz in den Großställen wird vor einem ruinösen Preiskampf unter den Mästern gewarnt. Der Bericht fordert daher, die positiven Reformansätze in der anstehenden EU-Agrarreform „gegen die Kritiker aus den Reihen des Bauernverbandes und der bisherigen Profiteure des Systems zu verteidigen und gleichzeitig auf erhebliche Nachbesserungen zu drängen“

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