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Nachrichten

09.02.2012 |

Deutsch-französischer Standpunkt zur Agrarreform

Deutsch-Französisch Photo: s.media/pixelio.de

Deutschland und Frankreich haben einen deutsch-französischen Standpunkt zur EU-Agrarreform veröffentlicht. Sie fordern darin, dass die Angleichung der Zahlungen in den verschiedenen Mitgliedsländern nur schrittweise und im „Umfang begrenzt“ passiert. Außerdem sollen nach Meinung der beiden Länder Obergrenzen für Direktzahlungen nach dem Prinzip der Subsidiarität, also von jedem Mitgliedsstaat einzeln, und unter „der Berücksichtigung von regionalen Besonderheiten“ eingeführt werden. Die Forderungen Direktzahlungen an Ökologisierungsmaßnahmen zu binden würden „das Risiko, nicht an die wirtschaftliche Lage und Herausforderungen der Landwirtschaft angepasst zu sein“ bürgen.

08.02.2012 |

Agrarbündnis Bayern kritisiert Bauernverband

Bäuerliche Landwirtschaft Bäuerliche Landwirtschaft (Photo: NOETZ)

Die Aussage des Bayerischen Bauernverbandes, dass intensive Bewirtschaftung und Agrarexporte aus Europa nötig sind, um den Hunger in der Welt zu verringern, bezeichnet das Agrarbündnis Bayern als unhaltbare Polemik und Blockadepolitik. Hubert Weiger, Landesvorsitzender beim Bund Naturschutz, sieht die Argumentation des Bauernverbandes als eine Attacke auf die Gesetzesvorschläge der EU-Kommission. „Die Landwirtschaft muss nicht intensiver werden, sondern wieder bäuerlicher und damit nachhaltiger und tier- und standortgerechter“, so Weiger.

08.02.2012 |

EU-Kommissar skeptisch bei Agrokraftstoffen

Günther Öttinger Günther Öttinger (Quelle: © Europäische Union, 1995-2012)

Der Druck auf die EU-Kommission, den Streit zwischen der General Direktion Energie und der General Direktion Klima um die indirekten Landnutzungsänderungen der sogenannte Biokraftstoffe, noch vor dem EU-Umweltministerrates am 9. März zu schlichten stieg in letzter Zeit. Von indirekter Landnutzungsänderung spricht man, wenn zugunsten von Energiepflanzen der Anbau von Pflanzen für Nahrungsmittel auf Wald- oder Brachflächen verdrängt wird. Durch den Verlust dieser Flächen entstehen Treibhausgase. Günther Öttinger, EU-Kommissar für Energie sagte jetzt, er sei gegen zu ambitionierte Ziele bei Biokraftsoffen, da die Wirkung im Umwelt- und Klimaschutz umstritten sei.

07.02.2012 |

2011 kaum Gentechnik-Anbau in Europa

Mais mit blauem Himmel In Europa wird hauptsächlich in Spanien und Portugal Gentechnik-Mais angebaut.

Kaum Gentechnik-Anbau in Europa, steigende Anbauflächen weltweit. Dies sind die wenig überraschenden Erkenntnisse aus dem Bericht der ISAAA, einer industrienahen Organisation, die jedes Jahr Zahlen über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen herausgibt. Die Umweltorganisation Friends of the Earth Europe (FoEE) gibt dabei zu bedenken, dass die Zahlen kaum belegt sind und hauptsächlich von der Gentechnik-Industrie stammen. Denn die meisten Länder erfassen den Gentechnik-Anbau nicht getrennt. ISAAA wird von der Industrie jedoch dazu benutzt, ihr Geschäft als schönen Erfolg zu verkaufen. Dabei findet der Großteil des Anbaus nach wie vor nur in wenigen Ländern statt (USA, Brasilien, Argentinien). In Europa lässt sich kaum etwas schönreden. Hier blieb der Gentech-Anbau 2011 bei einem sehr geringen Anteil von 0,1% der gesamten Anbaufläche. Hauptsächlich in Spanien und Portugal wird der gentechnisch veränderte Mais MON 810 angebaut. FoEE setzt Zahlen des Ökolandbaus dagegen: Mit zweistelligen Zuwachszahlen macht die ökologische Landwirtschaft mittlerweile 3,7% der Anbaufläche in Europa aus. Zudem schont sie die Umwelt und erzeugt Produkte, die von Verbraucherinnen und Verbrauchern immer mehr nachgefragt werden.

07.02.2012 |

"Meine Landwirtschaft" unterstützt Ciolos in Sachsen-Anhalt

"Meine Landwirtschaft" in Sachsen-Anhalt "Meine Landwirtschaft" unterstütz Ciolos in Sachsen-Anhalt

EU Agrarkommissar Dacian Ciolos besuchte gestern, auf Einladung der Landwirtschaftskammer des Landes Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die Agrargenossenschaft Cobbelsdorf bei Wittenberg. Dort sollte er sich ein Bild der Ost-deutschen Landwirtschaft machen. Die Bauern der Region kritisieren die Vorschläge der EU Kommission zur Neuordnung der Agrarförderung ab dem Jahr 2014. Das Team von "Meine Landwirtschaft" war vorort um Ciolos zu unterstützen und ihn zu bestärken dass seine Reformvorschläge in die richtige Richtung gehen.

03.02.2012 |

Verbotene Eier im Handel

Huhn hinter Gittern Huhn hinter Gittern Photo:Rouven Weidenauer/pixelio.de

Trotz der Übergangszeit von zwölf Jahren leben in 15 Mitgliedsstaaten der EU auch 2012, bei bestehendem Verbot, Legehennen in Käfighaltung. Nachdem der EU-Kommissar für Verbraucherschutz und Gesundheit John Dalli ein konsequentes Vorgehen gegen die Mitgliedstaaten ankündigte, trafen sich jetzt Vertreter der Europäischen Eier-, Wild- und Geflügelwirtschaft (EPEGA), Vorsitzende und Vorstandsmitglieder von KAT („Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.“), der Bundesverband Deutsches Ei e.V. und EU-Vertretern in Brüssel. Deutlich wurde, dass das Problem vor allem bei Eiprodukten liegt und nicht bei Schaleneiern selbst, da die verarbeiteten Produkte keiner Kennzeichnung unterliegen. Die Anwesenden EU-Parlamentarier kritisierten die Kommission, zu wenig Druck auf die Mitgliedstaaten gemacht zu haben.

02.02.2012 |

Grünland ist bedroht

30% der Direktzahlungen sollen an Greening-Maßnahmen geknüpft werden. 30% der Direktzahlungen sollen in der GAP an Greening-Maßnahmen geknüpft werden. (Photo: Rainer Sturm/ Pixelio)

Das Grünland spielt eine herausragende Rolle beim Natur- und Klimaschutz und ist wichtig für die Landschaftsqualität. Das war einmal mehr die Aussage des Fachforums zur Zukunft des Grünlands, das im Rahmen der Grünen Woche stattfand. Bernhard Osterburg vom veranstaltenden Thünen-Institut (vTI) machte als Moderator des Fachforums allerdings auch deutlich, dass die Grünlandflächen in Europa und Deutschland zurückgehen. Der Ausbau des Energiepflanzenanbaus und der Strukturwandel in der Tierproduktion wurden als Gründe genannt. Nach der EU-Agrarreform soll ab 2014 Grünland nicht mehr in Ackerfläche umgebrochen werden dürfen. Es wird befürchtet, dass durch die Festlegung eines Stichtages, 2013 große Flächen in Ackerland umgebrochen werden, um die Erhaltungsauflage zu umgehen.

02.02.2012 |

Förderprojekt der Zukunftsstiftung Landwirtschaft ausgezeichnet

Obergrashof Die Preisträger Julian Jacobs und Peter Stinshoff

Im Rahmen der Grünen Woche zeichnete Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner drei Bio-Betriebe mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau aus. Unter diesen drei befand sich auch die Demeter-Gärtnerei Obergrashof in Bayern, welche der Saatgutfond der Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der Forschung und Entwicklung neuer samenfester Gemüsesorten bereits seit vielen Jahren unterstützt. Vielfalt, Nachhaltigkeit und das Wirtschaften in Kreisläufen haben für die diesjährigen Preisträger oberste Priorität. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir den Ideenreichtum honorieren, mit dem die Betriebe im Einklang mit den natürlichen Ressourcen tragfähige unternehmerische Konzepte entwickelt und umgesetzt haben“, erklärte die Ministerin bei der Preisverleihung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche am vergangenen Freitag in Berlin.

01.02.2012 |

Bundesregierung will Agrarexportsubventionen abschaffen

Handel in Entwicklungsländern Handel in Entwicklungsländern (Photo: Volker Gehrmann)

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat ein Zehn-Punkte-Programm zur Ernährungssicherung veröffentlicht. Erfreut zeigen sich viele Entwicklungs- und Landwirtschaftsorganisationen darüber, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzten will, die Agrarexportsubventionen vollständig abzuschaffen. Es werde allerdings nicht erwähnt, dass weiterhin staatliche Subventionen in den Ernährungssektor fließen, damit europäische Produkte auf dem Weltmarkt günstig angeboten werden können, so die Direktorin von Brot für die Welt. Auch die Welthungerhilfe bewertet das Programm als Schritt in die richtige Richtung, betont allerdings, es komme darauf an, wie die zehn Punkte konkret umgesetzt werden. Befürchtet wird auch, die angekündigte nachhaltige, aber nicht genauer definierte Produktionssteigerung wolle die FDP durch den Einsatz von Gentechnik erreichen.

01.02.2012 |

Welternährung auch 2012 angespannt

Hunger Hunger (Photo: Volker Gehrmann)

Die Lage der Welternährung bleibt auch 2012 angespannt. Das Frühwarnsystem für Hungerkatastrophen „Famine Early Warning Center“ (FEWC) zeigt schon jetzt, wo es 2012 drastisch zu wenig Nahrung geben wird. Hilfsorganisationen wie das World Food Program der UNO kritisieren, dass ihre Warnungen von Geldgebern häufig ignoriert werden, bis die Katastrophe schon begonnen habe. Vor der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika im Oktober, haben verschiedene Organisationen beispielsweise schon im Frühjahr 2011 vergeblich gewarnt. Die Präsidentin der Welthungerhilfe Bärbel Dieckmann sieht in der Überproduktion der Industriestaaten keine Lösung. Kleinbauern in Entwicklungsländer hätten zu geringe Einkommen, um sich aus Industrieländern importierte Produkte zu leisten. Viel eher liege die langfristige Lösung also in einer Förderung der nachhaltigen kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die Bauern in die Lage versetzt, sich Lebensmittel zu kaufen.

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