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Nachrichten

20.04.2012 |

Öko Landbau als Leitbild der GAP

Schwein Es gibt kein Limit für die Dauer von Tiertransporten

In seiner Position zu den Vorschlägen der EU Kommission zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik fordert der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft(BÖLW) die Etablierung des Ökologischen Landbaus als Leitbild einer modernen und nachhaltigen europäischen Landwirtschaft. Der BÖLW Vorsitzende, Felix Prinz zu Löwenstein, betonte, die Agrarausgaben der EU müssen dem Prinzip "öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen" folgen. So wären die Zahlungen der Agrargelder von heute 59,5 Mrd. jährlich in Zukunft nicht zu rechtfertigen, wenn sie nicht an Leistungen für Klima-, Boden-, Wasser- und Artenschutz und die Erhaltung einer bäuerlichen Landwirtschaft geknüpft werden.

19.04.2012 |

DBV positioniert sich zu Ausgestaltung der Direktzahlungen

Kuhherde Der DBV fordert regionale Flächenprämien

In einem Positionspapier, welches das Deutsche Bauernverbands- Präsidium gestern verabschiedete, wird eine Fortsetzung der Zahlungsansprüche bei der EU Betriebsprämie gefordert. Der Verband tritt für eine EU-weite Entkopplung des Direktausgleichs und einen schrittweisen Umstieg auf regionale Flächenprämien ein. Die Vorschläge zum "Greening" der Direktzahlungen über drei fixe Kriterien findet der DBV nicht akzeptabel, da sie in Deutschland einen Stilllegungseffekt von 600.000 Hektar erzwingen würden. Darüber hinaus wird argumentiert, die Maßnahme seien zu bürokratisch.

18.04.2012 |

Bauer trifft Kiez in Berlin

Bauer trifft Kiez Mit dem Podium wurde angeregt diskutiert

Anlässlich des internationalen Aktionstages der Kleinbauern, dem Via Campesina-Tag, lud „Meine Landwirtschaft“ am Dienstag (17.April) zur Diskussionsveranstaltung „Bauer trifft Kiez“ ein. Über 100 Interessierte kamen in die Markthalle IX in Berlin-Kreuzberg um sich über „Ackerboden im Ausverkauf“ und das diesjährige Via Campesina-Motto „Landgrabbing“ zu informieren. Nach einer Einführung in die Agrarpolitik mit Kampagnenleiter Jochen Fritz folgten Inputreferate von BUND, FIAN, Attac, Slow Food, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und einer Landwirtin aus Brandenburg. Anschließend wurde angeregt und kontrovers mit dem Podium diskutiert. Für kulinarischen Genuss sorgte das Projekt Umdenken mit ihrem Bio-Imbiss „Tante Hans“.

18.04.2012 |

Argentinische Aktivistin erhält hoch dotierten Goldman-Prize

Sofia Gatica Sofia Gatica verzeichnet Krankheitsfälle auf einer Karte aus ihrer Region. Foto: Goldman Environmental Foundation

Die argentinische Aktivistin Sofia Gatica ist mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet worden. Gatica kommt aus der Region Ituzaingó, deren Bewohner von Soja-Feldern umringt sind. Vor dreizehn Jahren bekam sie ein Baby, das drei Tage nach der Geburt an Nierenversagen starb. Auf der Suche nach Gründen für den Tod ihrer Tochter begann die Argentinierin, sich mit ihren Nachbarn auszutauschen. Sie gründete eine Initiative und fand durch Umfragen heraus, dass die Krebsrate in ihrer Gemeinde 41-mal höher ist als der argentinische Durchschnitt. Auch neurologische Krankheiten, Geburtsfehler und Kindersterblichkeit treten dort sehr häufig auf. Der Verdacht drängt sich auf, dass der massive Einsatz des Spritzmittels Roundup, gegen das die gentechnisch veränderten Soja-Pflanzen resistent sind, schuld ist an den häufigen Krankheitsfällen. Zumal das Gift mit Flugzeugen auf die Felder gesprüht wird, die in direkter Nachbarschaft zu Wohnhäusern liegen. Gaticas Kampagne gegen diesen Gift-Einsatz hat viel erreicht. Zusammen mit anderen Müttern konnte sie z.B. durchsetzen, dass das Sprühen aus der Luft im Umkreis von 2500 Metern um Wohnorte herum verboten wurde. 2007 bedrohte sie jemand mit einer Waffe und forderte sie auf, ihre Kampagne zu beenden.
Der Goldman Prize ist einer der wichtigsten Umweltschutz-Preise und ist mit 150.000 Dollar dotiert. Er wird jährlich an Aktivisten vergeben, die sich persönlich mit wenigen Mitteln gegen Umweltzerstörung einsetzen. Mit der Verleihung an Sofia Gatica wurde das erste Mal eine Person geehrt, die sich mit viel Mut gegen große Agro-Chemie-Konzerne wie Monsanto einsetzt, und ist ein wichtiges politisches Zeichen aus den sonst sehr gentechnikfreundlichen USA.

18.04.2012 |

Deutsche Landfrauen fordern mehr Partizipation

Deutscher Landfrauenverband Deutscher Landfrauenverband

In einer Stellungnahme des Deutschen Landfrauenverbandes zur ELER-Förderung äußern sich die Landfrauen unzufrieden mit den Vorschlägen der Kommission zur Ländlichen Entwicklung nach 2013. Die Präsidentin des dlv, Brigitte Scherb, erklärte, das Thema Gleichstellung würde komplett ausgeblendet. Frauen und Landfrauenvereine kämen quasi nicht vor. Weiter sagte sie: "LandFrauenvereine sind als Akteure der ländlichen Entwicklung mit ihren Ideen und ihrem in der Regel ehrenamtlichen Engagement hochgeschätzt. Wenn es um die finanzielle Unterstützung geht, können sich die Hürden für Vereine allerdings haushoch auftürmen. Die Fördermodalitäten dürfen den Einsatz der LandFrauen für den ländlichen Raum nicht ausgrenzen. Im Gegenteil: Sie müssen die Potenziale der Vereine nutzbar machen."

17.04.2012 |

Europäischer Rechnungshof kritisiert GAP Vorschläge

EU Flagge Hof sieht Rechtsramen der GAP als zu komplex(Foto:Gabi Schoen/Pixelio)

In einer öffentlichen Stellungnahme kritisiert der Europäische Rechnungshof die Vorschläge der EU Kommission für die gemeinsame Agrarreform ab 2014. Der Rechnungshof erkennt zwar die Bemühungen der Kommission an, bezeichnete aber den Rechtsrahmen als weiterhin zu komplex. So bestünden z.B. für die ländliche Entwicklung sechs Regelungsebenen. Auch bliebe die Cross-Compliance-Regelung trotz der vorgeschlagenen Neuorganisation sowohl in der Verwaltung als auch für die Begünstigten zu komplex.Insgesamt kritisierte der Hof die Vorschläge als zu ineffizient, bürokratisch und verwirrend. Außerdem würden konkrete Ziele fehlen.

13.04.2012 |

Agrarkommissar geht Höfesterben an

Landwirt Die Landwirtschaft ist überaltert. Ciolos will dem entgegenwirken. (Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de)

In der EU vermindert sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in fast allen Mitgliedsstaaten. In Deutschland sank die Zahl der Höfe in den Jahren von 2003 bis 2010 beispielsweise um 27 Prozent. Das Höfesterben hat viele Gründe. Eine wichtige Ursache ist, dass Landwirte keine Nachfolge finden oder aufgeben müssen. EU-Kommissar Ciolos will jetzt die Reform der EU-Agrarpolitik so gestalten, dass Anreize für Junglandwirte dem Trend der alternden Landwirtschaft entgegenwirken. Ein erleichterter Zugang zu Krediten und Investitions-Zuschüsse sollen junge Leute unter 40 Jahren motivieren, in der Landwirtschaft tätig zu sein. Deutschland kann sich hingegen nur eine freiwillige Lösung jedes einzelnen Mitgliedslandes der EU vorstellen.

12.04.2012 |

Neue Leitlinien gegen Bodenversiegelung

Boden Besonders fruchtbares Agrarland ist von der Bodenversiegelung betroffen

Bodenversiegelung ist eine der Hauptursachen für die Verschlechterung der Böden in der EU. Sie gefährdet die Biologische Vielfalt, erhöht die Gefahr von Überschwemmungen und Wasserknappheit und trägt zur globalen Erwärmung bei. Besonders fruchtbares Agrarland ist davon betroffen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken hat die Europäische Kommission heute neue Leitlinien präsentiert. Sie beinhalten bewährte Praktiken um Bodenversiegelung zu verhindern, beziehungsweise deren Folgen zu mildern. Anhand von Strategien, Rechtsvorschriften, Finanzierungsmodellen, lokalen Planungsinstrumente und Informationskampagnen werden den Mitgliedsländern Handlungsoptionen aufgezeigt.

11.04.2012 |

Deka Bank will Spekulationen mit Grundnahrungsmitteln stoppen

Getreide Wetten auf Agrarrohstoffe sollen gestrichen werden (Foto: Erika-Grazilis/Pixelio)

Bis zum Jahresende will die Deka Bank die im Fonds "Deka-Commodities" angebotenen Wetten auf wichtige Agrarrohstoffe aus ihrem Portfolio streichen.Die Bank begründet ihre Entscheidung mit dem Vorsorgeprizip. Zwar sieht sie die Auswirkung ihrer Anlagen auf Nahrungsmittelpreise nicht als "hinreichend und abschließend belegt" an, allerdings gäbe es auch keine eindeutige "Entwarnung". Foodwatch hatte die Banken im Oktober 2011 aufgefordert, sich aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen zurückzuziehen. Foodwatch Geschäftsführer Thilo Bode kommentierte diesen Ausstieg als einen ersten richtigen Schritt und einen Schlussstrich unter ein unverantwortliches Geschäft.

05.04.2012 |

Immer noch Patente auf Pflanzen

Kein Patent auf Leben Foto: Kein Patent auf Leben

Das Aktionsbündnis „no patents on seeds“ berichtet, dass immer noch Patente auf Pflanzen aus konventioneller Züchtung vergeben werden, obwohl derartige Patente 2010 von der Großen Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts verboten wurden. In einem Bericht listet das Bündnis die 2011 vom Europäischen Patentamt (EPA) gewährten Patente auf Sonnenblumen, Melonen, Gurken, Reis und Weizen auf und erläutert die Gefahren der jetzigen Patentvergabepraxis. Ein Dutzend Patente, die sich auf konventionelle Pflanzenzüchtung beziehen, wurden 2011 erteilt. „Diese Patente blockieren den Zugang zur biologischen Vielfalt, behindern die Züchtung, reduzieren die Auswahl für Landwirte. Lebensmittelhersteller und Verbraucher geraten in neue Abhängigkeiten“, meint Christoph Then, ein Sprecher von „no patents on seeds“ und erwartet ein deutliches Signal der EU-Kommission und des europäischen Parlaments.

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