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Nachrichten

03.04.2012 |

Verein "Donau Soja" will Eiweißversorgung in der EU verbessern

Soja Gentechnikfreies Qualitätssoja soll in der Donauregion angebaut werden (Foto:Franz-Haindl/pixelio)

Mit dem Verein "Donau-Soja" wollen Bayern und Österreich die Eigenversorgung der EU mit Eiweißfuttermitteln verbessern. In den nächsten Jahren soll systematisch der Anbau von gentechnikfreiem Qualitätssoja in der Donauregion forciert werden. Der oberösterreichische Agrarlandesrat Max Hiegelsberger und bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner forderten die Europäische Kommission auf, im Zuge des geplanten Greenings im Rahmen der EU-Agrarreform "einen echten Impuls für den heimischen Anbau von hochwertigen Eiweißpflanzen" zu setzen. Anstatt Soja aus Übersee zu importieren, sollte der Anbau von Eiweißpflanzen im Donauraum über die Bereitstellung von Forschungsgeldern gefördert werden.

02.04.2012 |

Demo: Auch Wien hat es satt!

Wien: Wir haben es satt Demo Wien: Wir haben es satt Demo (Foto: Greenpeace)

Nach Berlin und Kiel demonstrierten am vergangenen Freitag nun auch in Wien Verbraucher, Bauern sowie Landwirtschafts-, Umwelt-, Imker- und Tierschutzorganisationen für eine sozialere und nachhaltigere Landwirtschaft. Die Plattform „Wir haben es satt“, die ein Zusammenschluss aus bäuerlichen Verbänden, Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie sozialen Bewegungen ist, will die Zivilgesellschaft in die Diskussion über die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU einbeziehen und fordert vom österreichischen Landwirtschaftsminister Berlakovich sich dieser Diskussion zu stellen. Am 30. März trugen sie diese Forderungen auf die Straße und verlangten den Stopp der Subventionen für die industrielle Tierproduktion, Maßnahmen gegen die enorme Bodenversiegelung durch den Autobahnbau, bis hin zur Förderung einer vielfältigen, ökologischen und gentechnikfreien Landwirtschaft.

30.03.2012 |

Pestizideinsatz schadet Bienen

Foto: Biene Monokulturen und Pestizide setzen den Bienen zu (Foto: Frank Hollenbach / pixelio.de)

Der älteste Fund einer in Bernstein eingeschlossenen Biene ist genau 100 Millionen Jahre alt. Heute droht den Insekten, die als wichtigste Bestäuber für Getreide, Obst und Gemüse gelten, das Aussterben. Das Wissenschaftsmagazin „Science“ hat zwei Studien veröffentlicht, die den Ursachen dafür auf den Grund gehen. Mithilfe winziger Mikrochips kommt die Studie des französischen Forschers Mickael Henry zu dem Schluss, dass die sogenannten Neonicotinoiden, eine Gruppe gängiger Insektengifte, den Tieren die Orientierung raubt, sodass sie nicht mehr zu ihrem Nest finden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert eine gesetzlich vorgeschriebene Fruchtfolge. Dies sei eine nachhaltigere Möglichkeit Schädlinge zu bekämpfen, und mache die Insektizide, die oft vom umstrittenen Chemiehersteller Bayer CropScience stammen, überflüssig.

30.03.2012 |

Auftakt zur Raising Resistance-Filmtour

Film-Protagonist Geronimo Film-Protagonist Geronimo (Foto:Volker Gehrmann)

„Ich pflanze nicht nur Pflanzen, sondern auch Ideen.“, sagt Geronimo, ein leidenschaftlicher Kleinbauer und der Protagonist des Films Raising Resistance, der vom Widerstand gegen den massiven Anbau von gentechnisch verändertem Soja in Paraguay handelt. Heute pflanzte Geronimo in den Berliner „Prinzessinengärten“ auf der Auftaktveranstaltung der Film-Tour von Raising Resistance und präsentierte stolz seine Auszeichnung für seinen Kampf für die Menschenrechte. Auch der Regisseur David Bernet und die Grünenpolitiker Renate Künast und Harald Ebner waren dabei und warben für den Dokumentarfilm, der bis zum 16. April in verschiedenen deutschen Städten gezeigt wird. Bei jeder Vorführung wird es im Anschluss eine Diskussionsrunde mit Vertretern aus Politik, NGOs und Landwirtschaft geben.

29.03.2012 |

'Regionalfenster' soll Ende 2012 kommen

Lebensmittel Gemüse und Obst unterliegen in der EU Marktnormen (Foto: aluxum / istockphoto)

Die Bundesregierung will bis Ende 2012 ein „Regionalfenster“ durch einen Verein, der neu gegründet werden soll, erproben lassen und einführen. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der SPD hervor. Das Regionalsiegel soll freiwillig sein. Um es zu erhalten, soll die Hauptzutat zu 100% und mindestens 50% des Gesamtgewichts des Produkts aus einer klar definierten Region stammen. Die Vermarktung des Produktes muss allerdings nicht in der Herstellungsregion stattfinden. Bei tierischen Produkten entscheidet der Ort der Mast, der Schlachtung und Verarbeitung, ob das „Regionalfenster“ verwendet werden darf, nicht aber die Herkunft der Futtermittel. Ein als regional gekennzeichnetes tierisches Produkt kann also von einem Tier stammen, das mit Gentechnik-Futtermitteln aus Südamerika gefüttert wurde. Kritisiert wird außerdem, dass kleine und mittelständische Unternehmen die durch ein aufwendiges Kontrollsystem entstehenden Kosten nicht schultern können.

29.03.2012 |

Rio+20: Juristen kämpfen gegen leere Versprechungen

Justitia Justitia(Foto: Florentine/pixelio.de)

Der UN-Umweltgipfel „Rio+20“ naht und die Erwartungen bei Umweltschützern und Zivilgesellschaft sind niedrig. Zu enttäuschend waren die Erfahrungen, als bei der Vorgänger Konferenz vor 20 Jahren größtenteils leere Versprechung gemacht wurden. Auch in diesem Jahr droht die Konferenz wieder wenig effektiv zu werden. Hochrangige Richter, Staatsanwälte, Rechtswissenschaftler, Gutachter und Entwicklungsexperten wollen dem nun vorbeugen. Sie wollen auf einem Weltkongress für Justiz, Regierungsführung und Recht für Umweltstabilität Leitlinien festlegen, die die Umsetzung der ausgehandelten Umweltabkommen voranbringen. "Wir sind die Erklärungen satt", meint Antonio Herman Benjamin, Richter am Obersten Gerichtshof Brasiliens. Im April wollen die Rechtsexperten ihre Strategien vorstellen.

28.03.2012 |

Aigner fordert Ende der Gemüse-Normen

Aigner nah Die AbL beschuldigt Aigner, die Ökologisierung der Landwirtschaft zu blockieren (Foto: Volker Gehrmann)

Derzeit läuft die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Eine Webseite, Flyer in Supermärkten und eine Konferenz am vergangenen Dienstag sollen die Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren. Die Ministerin setzt darauf, das „Bewusstsein für die Wertschätzung von Lebensmitteln“ zu schärfen. So fordert sie Verbraucher auf, ihren Einkauf sorgfältig zu planen, motiviert die Gastronomie zu verschiedenen Portionsgrößen und mahnt die Industrie, sich mit kleineren Packungen der Zeit der Single-Haushalte anzupassen, statt mit XXL-Packungen zu locken. Jetzt kündigte sie an, sich in Brüssel für ein Ende der EU-Normen für Obst und Gemüse einzusetzen. Kritiker befürchten diese vagen Forderungen seien wenig erfolgsversprechend und verlangen, die Politik müsse selbst handeln, statt die Verantwortung allein auf Verbraucher und Industrie zu schieben.

28.03.2012 |

Umweltauschuss begrüßt Agrarreform

EU Flagge EU-Flagge (Photo: Schoenemann/Pixelio)

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments begrüßte in einem Entschließungsentwurf das Vorhaben von Agrar-Kommissar Ciolos, die Direktzahlungen an Landwirte an Umweltmaßnahmen zu binden. Konkret beinhalten die Maßnahmen die Einhaltung einer Fruchtfolge, wobei keine Frucht mehr als 70% der Ackerfläche ausmachen darf sowie ein Grünlandumbruchverbot und die Pflicht mindestens 7% der Ackerfläche vorrangig zu ökologischen Zwecken zu nutzen. Der niederländische Berichterstatter Gerben-Jan Gerbrandy forderte sogar einen Anteil der Vorrangfläche von 10%. Die Forderung wurde aber fallen gelassen. Die Parlamentarier sprachen sich für eine starke zweite Säule aus, also für finanzielle Mittel für nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Des Weiteren wird die Kommission in dem Entwurf aufgefordert, die Durchsetzung von Umweltmaßnahmen in Mitgliedsländern besser durchzusetzen. Der Ausschuss schlägt vor, einen Umweltinspektionsdienst einzurichten.

27.03.2012 |

Grüne fordern Mittel für ländliche Entwicklung

Die Grünen: Sonnenblume Die Grünen: Sonnenblume

Die grünen Fraktionen aus Bundestag und europäischem Parlament diskutierten die Förderpolitik, die im Rahmen der EU-Agrarreform erneuert wird. Die finanziellen Mittel der gemeinsamen Agrarpolitik werden in zwei Säulen aufgeteilt, wobei die erste Säule die Direktzahlungen für die landwirtschaftliche Produktion leistet, während die zweite Säule Mittel für eine nachhaltige Landbewirtschaftung und die ländliche Entwicklung bereitstellt. Die Partei sprach sich erneut für eine Stärkung der zweiten Säule aus, gelichzeitig äußerten die Redner der Veranstaltung jedoch die Befürchtung, es drohten Kürzungen in diesem Bereich. Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament, kündigte zudem an, das Parlament werde im Sommer 2012 eine Stellungnahme veröffentlichen.

26.03.2012 |

Braucht die Landwirtschaft neue Technologien?

Reichstag Reichstag (foto:Rainer Sturm / pixelio.de)

In der Diskussion im Bundestag am vergangenen Freitag zur zukünftigen Agrarpolitik wurde deutlich, dass die Interessen der Parteien weit auseinandergehen. Während die agrarpolitischen Sprecher der Koalitionsparteien Prioritäten bei der Wettbewerbsfähigkeit und der nachhaltigen Intensivierung der Landwirtschaft setzten, kritisierte die Opposition, die Bundesregierung zeige nur eine geringe Reformbereitschaft bei der EU-Agrarreform, die gerade verhandelt wird. Außerdem legte die CDU am Freitag ein Positionspapier zu mehr Transparenz in der Tierhaltung vor. Es „muss dem Verbraucher aber klar sein, dass es kein Zurück mehr in Großvaters nur vermeintlich gute Zeiten geben kann", meint Staatssekretär Peter Bleser und fordert stattdessen mehr Forschung und neue Technologien als Lösungsansatz.

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