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Nachrichten

11.10.2013 |

Erntedank - Die Herren des Gedeihens

Mathias Greffrath Mathias Greffrath

'Die Schnippel-Disco: für mich ist sie ein wunderbares Ritual des Erntedankes; und die Demonstrationen gegen die Massentierhaltung die Verkündigung eines reformierten Verhältnisses zum Essen, zur Landwirtschaft und zur Solidarität mit dem arbeitenden Nächsten,' schreibt Mathias Greffrath in seiner Erntedank-Predigt. Lesens- und hörenswert!

10.10.2013 |

EU beschließt schlechtere Fleischkontrollen

Wird nun weniger kontrolliert: Schweinefleisch (Foto: RainerSturm/ pixelio.de) Wird nun weniger kontrolliert: Schweinefleisch (Foto: RainerSturm/ pixelio.de

Gestern hat das Europäische Parlament eine Verordnung der EU-Kommission nicht gestoppt, welche billigt, zukünftig Tierkörper ungenauer zu untersuchen. Ab Juni 2014 ist es Kontrolleuren nicht mehr gestattet, geschlachtete Schweine durch Abtasten oder Anschneiden zu kontrollieren. Nur bei klaren Anzeichen auf Gesundheitsrisiken oder Tierschutzmissachtung ist diese, bis jetzt gängige Praxis, weiter zulässig. Verbraucherschützer gehen davon aus, dass die Regelung auch auf andere Tierarten ausgeweitet wird. Foodwatch bezeichnet die Entscheidung als einen Skandal, da so „potenziell Tiere in Umlauf kommen, die Krankheitserreger tragen“. Begründet ist die Verordnung durch die mögliche Übertragung von Erregern bei Tasten und Anschneiden der Schlachtkörper. Laut der SPD-Europaabgeordneten Roth-Behrendt liegt der tatsächliche Grund jedoch lediglich beim Ziel, die Fleischproduktion durch Kosteneinsparung im Veterinärbereich noch billiger zu machen.

30.09.2013 |

Weg ist sie: Ilse Aigner entlassen

Protestaktion: Frau Aigner füttert Agrarindustrie mit Geldbündeln Protestaktion: Frau Aigner füttert Agrarindustrie mit Geldbündeln Photo:Campact

Ilse Aigner hat am 30. September von Bundespräsident Gauck ihre Entlassungsurkunde als Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin entgegen genommen. Sie wechselt in die bayerische Landespolitik. Ihr Amt übernimmt Innenminister Friedrich (CSU). Er wird wohl die nächste Agrarministerkonferenz leiten, bei der es um die deutsche Umsetzung der EU-Agrarreform geht. Aigners Vorschlag dafür scheiterte Ende August am Widerstand der grünen Landesagrarminister.

27.09.2013 |

Fatale Lücken in EU-Agrarreform deutlich

Auch auf ökologischen Vorrangflächen Pestizide zugelassen (Foto: intern) Auch auf ökologischen Vorrangflächen Pestizide zugelassen(Foto: intern)

Das Hauptanliegen der Agrarreform war es, dem Schwund der Artenvielfalt entgegen zu wirken. Deshalb wurde beschlossen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb fünf Prozent seiner Betriebsfläche als ökologische Vorrangfläche ausweisen soll. Doch laut dem Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Felix Prinz zu Löwenstein verpufft die Wirkung dieser Reform, da auf den Flächen weiterhin Mineraldünger und Pestizide ausgebracht werden dürfen. Auch weist er auf die Notwendigkeit hin, die Regelung anzuwenden, 15 Prozent der Erste-Säule-Mittel in die zweite Säule umzuschichten. Grund dafür sei, dass besonders dort Kürzungen vollzogen werden, wo Bauern Leistungen für den Naturschutz erbringen könnten. Es werden jedoch mehr Mittel benötigt, um den ökologischen Landbau und Umweltschutzmaßnahmen voranzubringen.

27.09.2013 |

Tierschutz-Sieg: Tötung von Eintagsküken verboten

Dürfen jetzt leben: frisch geschlüpfte Küken (Foto: fritz zühlke  / pixelio.de) Dürfen jetzt leben: frisch geschlüpfte Küken (Foto: fritz zühlke / pixelio.de)

Es ist eine sehr erfreuliche Nachricht für den Tierschutz: In NRW ist die europaweit gängige Praxis des Schredderns bzw. Vergasens von männlichen Küken kurz nach ihrer Geburt verboten worden. Da der männliche Legehennennachwuchs weder Eier noch Fleisch produziert werden die Tiere getötet. Die Landesregierung beruft sich mit ihrem Beschluss auf eine Bewertung der Staatsanwaltschaft Münster, welche in einem Verfahren gegen eine Brüterei festgestellt habe, dass das Töten der jungen Hähnchen tierschutzwidrig sei. Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) sieht die Vorgehensweise als absolut grausam an, denn „hier werden Lebewesen zum Abfallprodukt der Landwirtschaft“. In NRW sind von der Entscheidung 15 kleinere Brütereien betroffen, von welchen sich bereits Widerstand regt. Da Anweisungen fehlen, was mit den Küken nun geschehen soll und keine Übergangsfrist vorgesehen ist sind erste Klagen angekündigt worden.

26.09.2013 |

Ergebnisse der EU-Agrarreform: Extrawurst für Deutschland

Endlich Einigung über EU-Landwirtschaft (Foto: Daniel Schütz/ pixelio.de) Endlich Einigung über EU-Landwirtschaft(Foto: Daniel Schütz/ pixelio.de)

Nach lang andauernden Verhandlungen um die EU-Agrarreform haben sich gestern Europaparlament, Ministerrat und EU-Kommission geeinigt. Grundlegend sollen nun landwirtschaftliche Großbetriebe, welche mit mehr als 150.000 Euro pro Jahr subventioniert werden, mindestens fünf Prozent weniger Direktzahlungen bekommen. Landwirtschaftsministerin Aigner sieht indessen eine Ausnahmeregelung für Deutschland vor: anstelle von Kürzungen für die Großbetriebe sollen nun alle Höfe dieselbe Extraförderung für die ersten 30 Hektar erhalten, wovon laut der Ministerin besonders die kleinen Höfe profitieren. Weitere Ergebnisse sind höhere Anteile bei der Finanzierung von ländlichen Entwicklungsprojekten für besonders strukturschwache Gebiete und das Ziel, besonders junge Menschen durch höhere finanzielle Investitionen für die Landwirtschaft zu gewinnen. Um eine grünere Landwirtschaft zu fördern sind zudem für die nächsten 6 Jahre 100 Milliarden Euro geplant. Währenddessen kündigte der agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA im EU-Parlament Martin Häusling an, dass seine Fraktion das Verhandlungsergebnis über die Direktzahlungen nicht mittragen wird. Von der klaren Forderung einer Kappung der Direktzahlungen sei nichts mehr übriggeblieben.

24.09.2013 |

Riesige Halal-Hühnchenmastanlage in Argentinien geplant

Masse statt Klasse (Foto: Istockphoto/ Ryan Jlane) Masse statt Klasse (Foto: Istockphoto/ Ryan Jlane)

Nicht nur in Deutschland, auch in Südamerika erlebt die intensive Geflügelmast derzeit einen Aufschwung. So ist in Argentinien derzeit eine riesige Anlage geplant, welche jährlich 45.000 Tonnen Hühnchenfleisch produzieren soll. Die argentinische Präsidentin Christina Fernandaz de Kirchner verkündete vergangene Woche, dass die nötige Investition von 47 Millionen Euro zur Verwirklichung durch die Nationalbank getragen werden soll. Das Engagement zahlt sich für den Staat aus, da dadurch von umgerechnet 74 Millionen Euro Devisen jährlich profitiert werden kann. Das Fleisch ist für den Export in den weit entfernten arabischen Raum bestimmt und soll deshalb ausschließlich nach Halal-Vorschriften produziert werden. Diese Methode wird von Tierschützern immer wieder kritisiert, da bei der islamisch korrekten Fleischproduktion oft keine Betäubung erfolgt, sondern die Tiere durch Ausbluten sterben.

23.09.2013 |

500.000 Euro Bio-Fluthilfe

Überschwemmtes Weideland, verdorbene Futtermittel, zerstörte Gewächshäuser, Ernteausfälle gehörten zur traurigen Bilanz vieler ökologischer Landwirtschaftsbetriebe nach der „Jahrhundertflut“ im späten Frühjahr. Eine kurzfristig ins Leben gerufene Fluthilfe-Aktion kann jetzt fast 500.000 Euro Spenden an 43 Bio-Bauern vergeben.

23.09.2013 |

Studie offenbart Verflechtungen zwischen Agrarindustrie und Union

Viele Lobbyisten sind in Parlamenten vertreten (Foto: lillysmum  / pixelio.de) Viele Lobbyisten sind in Parlamenten vertreten (Foto: lillysmum / pixelio.de)

Die von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Auftrag gegebene Studie „Interessenverflechtungen zwischen Agrarwirtschaft, Agrarverbänden und Agrarpolitik“ macht deutlich, dass es besonders zwischen dem Bauernverband, der Lobby-Organisation der deutschen Bauern und der CDU/CSU ein dichtes, personelles Geflecht gibt. So sind von 20 in Parlamenten vertretenen DBV-Funktionären 16 Mitglieder der CDU/CSU. Außerdem wird deutlich, dass es einige Multi-Funktionäre gibt, die dem Agrarausschuss des Bundestages und der Union angehören sowie gleichzeitig mehrere Funktionen beim Bauernverband oder dem Raiffeisenverband innehaben. So sichern sie sich Einfluss und gleichzeitig einen beachtlichen Nebenverdienst. Die Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion fordert aufgrund dieses undurchsichtigen Filzes bessere Transparenzregeln für Abgeordnete und ein Lobbyregister.

17.09.2013 |

Bauernwahl in Bayern

So haben die Bauern in Bayern gewählt:
CSU: 59 Prozent, Freie Wähler: 15 Prozent, Grüne: 9 Prozent, SPD: 7 Prozent, FDP: 4 Prozent
Linke: 0 Prozent, Piraten: 0 Prozent

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