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Nachrichten

04.11.2013 |

Protest bei AMK: Bauern statt Bonzen fördern

SonderAMK Wir haben Agrarindustrie satt! (Foto: campact)

Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz am 4.11.2013 protestierten Bauern, Naturschützer und Imker in München. Das Bündnis, bestehend aus Bund Naturschutz, Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Imkerverbänden, der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und Campact appelliert an Ministerpräsident Horst Seehofer und die deutschen Agrarminister, sich für eine gerechtere Verteilung der jährlich fünf Milliarden EU-Agrargelder einzusetzen.

04.11.2013 |

Bürger lehnen Megaschlachthof in Ahlhorn ab

Ahlhorn Bereits vor 2 Wochen wurde mobil gemacht

Nachdem vor 2 Wochen bereits fast 700 Menschen gegen den geplanten Riesenschlachthof im niedersächsischen Ahlhorn auf die Straße gegangen sind wurde diese Haltung nun in einer Bürgerbefragung bestätigt. Rund 12.000 Einwohner der Gemeinde Großenkneten bekamen die Möglichkeit, über den Bau der Anlage abzustimmen. Das erfreuliche Ergebnis: 56 Prozent sprachen sich gegen die industrielle Schlachtung aus. „Das Ergebnis zeigt deutlich die breite, grundsätzliche Ablehnung innerhalb der Bevölkerung“ freut sich Hettwer, Sprecher der Initiatoren vom Landesnetzwerk Niedersachsen, „diese Entscheidung wird über Nordwestniedersachsen hinaus eine große Signalwirkung haben und weiteren Schwung und Motivation in ihrem Einstehen gegen Agrarfabriken geben“. Das Ergebnis der Befragung ist formell nicht bindend, jedoch hatten die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP im Rat klargestellt, das Ergebnis zu akzeptieren und demnach zu handeln.

04.11.2013 |

Möglicher Kompromiss zur Agrarreform

Wie ein möglicher, schwarz-grüner Kompromiss bei den heutigen Verhandlungen der Agrarminister der Länder und des Bundes zur Umsetzung der EU Agrarreform in Deutschland aussehen könnte, zeigt ein Papier ihrer Amtschefs vom vergangenen Freitag. Schön wäre der nicht.

01.11.2013 |

Lässt EU-Kommission neuen Gentechnik-Mais zu?

Genfratzen, Mais Foto: Greenpeace

Am Mittwoch, den 6.November wird das Kollegium der EU-Kommissare in Brüssel beschließen, ob es den Anbau einer insektengiftigen und herbzidresistenten Gentechnik-Maissorte namens 1507 der Firma Pioneer empfiehlt oder nicht. Der europäische Gerichtshof hatte gefordert, den seit 2001 anhängigen Antrag endlich zu bescheiden. Gentechnik-GegnerInnen machen mobil gegen die Zulassung - es wäre die dritte für den Anbau in Europa überhaupt.

01.11.2013 |

SPD-Agrarminister Backhaus für Pro-Agrarindustrie-Haltung kritisiert

300 Menschen fordern nachhaltige Landwirtschaft 300 Menschen fordern nachhaltige Landwirtschaft

Die Demonstration von 300 Menschen am Mittwoch in Parchim gegen eine geplante 15.000er-Schweineanlage gab Anlass für heftige Kritik an Agrarminister Backhaus. Seine Hilfestellungen für die Tierfabrik und besonders die Äußerung, dass dieses Projekt ein positives Beispiel für eine moderne Tierhaltungsanlage sei, wurde von den Bürgerinitiativen und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) als „besonders zynisch“ bewertet. Backhaus wurden auch „Handlangerdienste“ für Agrarindustrielle zugesprochen, da durch die Bereitstellung von landeseigenen Flächen für Investoren das baugesetzlich mögliche Verbot für „gewerbliche Tierfabriken“ unterlaufen werde. Zudem verschlechtere sich auch das Image des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter zum „Land der Massentierhaltung“, von welchem man sich eigentlich distanzieren wollte, um stattdessen das Tierwohl zu fördern. Niemann, vom Netzwerk „Bauerhöfe statt Agrarfabriken“, macht indes deutlich, dass die Stadt Parchim das Recht habe, eine solche Großanlage zu verhindern und Ansatzpunkte für spätere erfolgreiche Klagen vorhanden seien.

25.10.2013 |

Gentechnik im Honig - kommt nicht wieder vor?

Honig Honig kann leicht durch Gentech-Pollen verunreinigt werden

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat sich geweigert über den Schadensersatz eines bayerischen Imkers zu entscheiden, dessen Mais mit illegalem Gentechnik-Pollen verunreinigt war. Es sei nicht davon auszugehen, dass sich ein solcher Fall in Deutschland wiederholt.

22.10.2013 |

Wissenschaftlicher Konsens zu Sicherheit von GVO existiert nicht

GVO-Pflanzen benötigen mehr Pestizide (Foto: iStockphoto) GVO-Pflanzen benötigen mehr Pestizide (Foto: iStockphoto)

Laut einer Stellungnahme des European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER) anlässlich der Vergabe des Welternährungspreises an Monsanto und Syngenta gibt es keinen Konsens bezüglich der Sicherheit gentechnisch veränderter Lebensmittel und Pflanzen. Die Erklärung stellt eine Reaktion auf jüngste Behauptungen der Gentechnikbranche und Journalisten dar. Laut ihnen gibt es einen „wissenschaftlichen Konsens“ dass gentechnisch veränderte Lebensmittel unbedenklich sind. Dr. Angelika Hilbeck vom ENSSER empfindet diese Behauptungen als risikoreich, da sie „eine Atmosphäre der Sorglosigkeit schaffe“. Die Stellungnahme soll auf die Meinungsvielfalt bezüglich GVO´s und die häufig unklaren Studien zur GVO-Sicherheit aufmerksam machen. In Wirklichkeit bleiben viele Fragen offen und es gibt in einigen Fällen Anlass zur Sorge durch beispielsweise erhöhten Verbrauch an Pestiziden bei gentechnischem Pflanzenanbau. Prof. C. Vyvyan Howard, ausgebildeter Toxikopathologe der Universität von Ulster, stellte des Weiteren fest, dass GVO-Pflanzen und Lebensmittel toxisch oder allergen wirken können.

21.10.2013 |

Schweinemastställe verbreiten gefährliche MRSA-Keime

Auch Gülle löst Infektionen aus (Foto: Thomas Max Mülle/pixelio.de) Auch Gülle löst Infektionen aus (Foto: Thomas Max Mülle/pixelio.de)

Menschen, die in der Nähe einer Mastanlage oder auch nur in der Umgebung von mit Schweinekot gedüngten Feldern leben, haben ein stark erhöhtes Risiko sich mit dem sehr gefährlichen MRSA-Virus zu infizieren. Das haben Wissenschaftler der School of Public Health in Pennsylvania durch einen Vergleich von 5800 MRSA-Patienten mit knapp 3000 gesunden Personen festgestellt. Die Bakterien können schwere Infektionen verursachen. Dadurch, dass sie gegen viele gängige Antibiotika resistent sind, endet der Krankheitsverlauf häufig tödlich. Deutlich wird dabei abermals, dass Massentierhaltung die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen beim Menschen fördert.

17.10.2013 |

Starke Kritik wegen Welternährungspreis für Gentechniker

In Amerika ist Gentechnik allgegenwärtig, in Deutschland herrscht Protest (Foto: Langer/Greenpeace) In Amerika ist Gentechnik allgegenwärtig, in Deutschland herrscht Protest (Foto: Langer/Greenpeace)

Heute wird der Welternährungspreis an drei Wissenschaftler verliehen, die im Bereich der grünen Gentechnik arbeiten. Darunter sind Dr. Chilton von Syngenta und Robert T. Fraley als Vizepräsident und Technologiechef von Monsanto. Die Begründung des Komitees dafür ist die unglaubliche Hilfe bei der modernen Biotechnologie und der Züchtung und Verbesserung von Kulturpflanzen in der Landwirtschaft. „In den letzten 60 Jahren hat uns die Wissenschaft bei der molekularen Genetik große Möglichkeiten für die Zukunft der Landwirtschaft, Industrie, Medizin und Umweltschutz eröffnet“, sagte der Vorsitzende des Welternährungspreises, Dr. M.S. Swaminathan. Empört und mit Unverständnis regierten hingegen Umweltorganisationen und DIE GRÜNEN, darunter auch Harald Ebner: „Es stellt sich die Frage, ob die Jury des Welternährungspreises auf die Lieblings-Mär der Gentechnik-Lobby hereingefallen ist, Gentechnik sei die Lösung für das Welternährungsproblem.“ Auch sieht er einen Zusammenhang zwischen großzügiger finanzieller Unterstützung der Konzerne für die preisvergebende Stiftung und der Preisverleihung.

15.10.2013 |

Kontroverse Diskussionen um Herkunftskennzeichnung von Fleisch

Wissen Sie wo´s herkommt? (Foto: w.r.wagner/pixelio) Wissen Sie wo´s herkommt? (Foto: w.r.wagner/pixelio)

Kommt die verpflichtende Kennzeichnung von Fleisch in der EU? Derzeit gibt es in Brüssel kontroverse Diskussionen zu diesem Thema. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass eine verpflichtende Kennzeichnung der Fleischherkunft in verarbeiteten Produkten sehr kostenintensiv wäre. In einem Entwurf geht sie von Mehraufwendungen bis zu 50 % der Betriebskosten aus, begründet durch erforderliche Anpassungen wie eine Nationalisierung des Fleischhandels, Verringerung der Zwischenhändler, höhere Bürokratisierung und Endverbraucherpreise. Denkbar wäre anstelle dessen eine Beschränkung der Kennzeichnung nach dem Schema EU/Nicht-EU. Zudem soll bei Schwein-, Geflügel-, Schaf- und Ziegenfleisch die Kennzeichnung des Ursprungs auf die Stationen Mast und Schlachtung beschränkt werden, da Angaben des Geburtsortes zu aufwendig seien.

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