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Nachrichten

05.08.2014 |

Umweltschutz-Studie: Das können wir besser!

Folgen der intensiven Landwirtschaft: Monokultur Folgen der intensiven Landwirtschaft: Monokultur

Eine vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene, umfangreiche Studie macht deutlich: Um die negativen Auswirkungen der Landwirtschaft in den Griff zu bekommen, müssen die bestehenden Instrumente und Regelungen noch viel effektiver gestaltet werden. „Keines der Umweltziele ist gegenwärtig in Deutschland vollständig bzw. flächendeckend erreicht. [...] Gerade im Bereich der Landwirtschaft bestehen die größten Defizite“, so Umweltjurist Dr. Stefan Möckel vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, welches die Studie durchgeführt hat. Während im Gewässerschutzrecht und im Luftreinhalterecht die Umweltziele relativ hoch sind, fehle es im Natur- und Bodenschutzrecht an genügend konkreten Bestrebungen. Doch diese sind wichtig, denn die Intensivierung der Landwirtschaft hält an, die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich bearbeitet. Um effiziente Umweltpolitik zu betreiben und die Landwirtschaft an ihren Umweltkosten zu beteiligen, gibt die Studie einige Lösungsansätze. So werden beispielsweise einheitliche Standards für alle Dünge- und Pflanzenschutzmittel, eine Vereinheitlichung des Schutzes von Dauergrünland und die Anhebung der Anforderungen zum Atmosphärenschutz nahegelegt.

04.08.2014 |

Tiermast: Mehr umstrittene Antibiotika eingesetzt

Insgesamt weniger Antibiotika, dafür mehr der umstrittenen Insgesamt weniger Antibiotika, dafür mehr der umstrittenen

Der Gesamteinsatz von Antibiotika in der Tiermast ist im Jahr 2013 leicht zurückgegangen. Gleichzeitig war bei den für die Humanmedizin wichtigen Reserveantibiotika allerdings ein starker Anstieg zu verzeichnen, so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Im Jahr 2013 wurden insgesamt 1.452 Tonnen Antibiotika, also 167 Tonnen weniger als im Vorjahr, an Tierärzte in Deutschland abgegeben. Diese wurden vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eingesetzt, Hochburgen der Massentierhaltung. Die schlechte Nachricht ist jedoch, das beispielsweise umstrittene Antibiotika wie Fluorchinolone im Vergleich zum Jahr 2011 um mehr als 60 Prozent häufiger verwendet wurden, 13 anstelle von 8 Tonnen vor zwei Jahren. Die Wirkstoffe sollen beim Menschen helfen, wenn gewöhnliche Antibiotika nicht mehr anschlagen, weshalb Resistenzbildung lebensbedrohlich sein kann. „Dass in der Tierhaltung nun ausgerechnet Reserveantibiotika einen Boom erleben, ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die von steigenden Resistenzen betroffen sind“, kommentierte Friedrich Ostendorff, Agrarexperte der Grünen.

28.07.2014 |

Albert Deß will Agrarkommissar Ciolos kippen

Rumänien schlägt ihn wieder vor, der neue Kommissionspräsident ist ihm wohlgesonnen. Doch der CSU-Agarpolitiker Albert Deß und andere Agrarlobbyisten wollen eine zweite Amtszeit von Dacian Ciolos verhindern.

25.07.2014 |

Stiftung Warentest: Mineralwässer mit Pestiziden belastet

Mineralwasser ohne Mineral, dafür mit Verunreinigungen Mineralwasser ohne Mineral, dafür mit Verunreinigungen

Jedes dritte der 30 getesteten Mineralwassersorten ist verunreinigt und enthält Abbauprodukte von landwirtschaftlichen Pestiziden sowie den weit verbreiteten Süßstoff Acesulfam-K. In einem Getränk ließen sich gar Reste eines Korrosionsschutzsmittels nachweisen. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Trinkwasser-Untersuchung der Stiftung Warentest. Zwar stellten die Verbraucherschützer klar, dass von den ermittelten Ergebnissen keinerlei Gesundheitsgefahr ausgehe, die so häufig angepriesene „ursprüngliche Reinheit“ der Abfüller erweist sich damit jedoch als nicht haltbar. Mineralwässer müssen aus unterirdischen Quellen stammen, die durch eine schwer durchlässige Erdschicht vor Verunreinigungen geschützt sind. Auch die namensgebenden Minerale halten sich bei den getesteten Produkten meist im Hintergrund: Fast zwei Drittel der Getränke sind nährstoffarm, besitzen also keinen erhöhten Mehrwert sie zu konsumieren. Lediglich sechs Wässer sind uneingeschränkt zu empfehlen, darunter vor allem günstige Eigenmarken von Lidl, Rewe und Kaufland.

24.07.2014 |

ARD-Bericht zu Ferkeltötung: Es tut sich was!

Schweinereien für billiges Fleisch Schweinereien für billiges Fleisch

Reportagen decken einen Skandal auf, das mediale und gesellschaftliche Interesse an dem aufgedeckten Missstand ist jedoch häufig so schnell verflogen, wie es gekommen ist. Bezüglich der Reportage „Deutschlands Ferkelfabriken“ scheinen den unhaltbaren Zuständen, die dokumentiert wurden, auch Taten zu folgen. Aus der Politik reagierte prompt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium unter Christian Meyer mit einem „Nottötungs-Erlass für Ferkel“, der es zukünftig untersagt, überzählige Jungtiere zu töten und Kriterien auferlegt, wie mit ihnen tierschutzgerecht umzugehen ist. Nordrhein-Westfalen und Hessen haben diese Vorgabe bereits übernommen, in Sachsen-Anhalt und weiteren Bundesländern ist die Diskussion in vollem Gange. Hermann Aeikens, Agrarminister Sachsen-Anhalts, machte deutlich, dass bei vielen Bauern noch Nachholbedarf besteht, was die zulässige und tierschutzgerechte Tötung von Ferkeln betrifft. Auch auf juristischer Ebene wurden entsprechende Schritte eingeleitet: Gegen drei Betriebe, den Branchenriesen Straathof, das Gut Losten und die Saza GmbH, wurden Ermittlungen eingeleitet.

23.07.2014 |

Niederlande: Antibiotika in Tierfutter entdeckt

Verbotenes Medikament im Futter Verbotenes Medikament im Futter

In den Niederlanden sind seit mehreren Tagen bis zu 150 Betriebe gesperrt, da Schweinen und Kälbern mit Furazolidon verunreinigtes Mischfutter gegeben worden sein soll. Auch elf deutsche Betriebe in Nordrhein-Westfalen wurden allem Anschein nach mit den selben Futtermitteln beliefert. Diese Chargen sind jedoch bereits aus dem Verkehr gezogen und werden nicht mehr verfüttert. Das Antibiotikum ist bereits seit 1995 verboten, wie es in die Mischungen gelangen konnte ist noch ungeklärt. Ein Missbrauch des Medikaments, beispielsweise als Masthilfe, ist auszuschließen, da Furazolidon keinen wachstumsfördernden Effekt besitzt. Ob Lebensmittel durch die Verfütterung verunreinigt sind, wird nun untersucht.

22.07.2014 |

Bundesinstitut: Landwirtschaft der Zukunft mit Problemen konfrontiert

Auswirkungen der Tierhaltung großes Zukunftsproblem Auswirkungen der Tierhaltung großes Zukunftsproblem

Alle zwei Jahre erstellt das Thünen-Institut, als Forschungseinrichtung des Bundes, einen Report zu den künftigen Entwicklungen im Agrarsektor. Von 2013 bis 2023 geht daraus hervor, das besonders die Auswirkungen der intensiven Tierhaltung große Schwierigkeiten darstellen werden: „Die Herausforderungen, die sich aus der intensiven Tierproduktion ergeben, werden sich im Zeitablauf nicht ‚von selbst‘ lösen“, so Dr. Frank Offermann, Agrarökonom des Instituts. Durch hohe Nährstoffausträge in der Landwirtschaft wird die Gewässer- und Luftqualität zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Resultierend aus immer größer werdenden Tierbeständen wird beispielsweise auch 2023 die gesetzliche Obergrenze der Ammoniak-Emissionen um ein Vielfaches überschritten. Die Forscher der Bundeseinrichtung fordern deshalb von der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, welche den gesellschaftlichen Erwartungen und europaweit gesetzlichen Umweltzielen gerecht werden.

21.07.2014 |

Chemie-Cocktaileffekt schädigt Umwelt

Chemie-Cocktails sind für Fische und Frösche giftig Chemie-Cocktails sind für Fische und Frösche giftig

Obwohl die EU-Grenzwerte von chemischen Substanzen wie Pestiziden eingehalten werden, schädigen sie im Zusammenspiel mit anderen Stoffen die Umwelt. Das ist die zentrale Erkenntnis eines umfangreichen Forschungsprojekts, welches ein der EU-Kommission zuarbeitendes Forschungszentrum durchgeführt hat. Die untersuchten Gemische, welche aus 14 bzw. 19 Chemikalien bestanden, beeinträchtigten so nachweislich Fische, Frösche, Algen und Mikroorganismen. 'Überraschend ist die Deutlichkeit, mit der diese EU-finanzierte Studie die Schwächen der traditionellen Risikobewertung aufzeigt. Damit kratzt sie ganz gehörig am Fundament, auf dem praktisch alle gesetzlichen Grenzwerte, gesundheitlichen Richtwerte sowie Umwelt-Qualitätsnormen in der EU basieren', so Helmut Burtscher, Umweltchemiker der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. In realen Umweltumgebungen wirken die Substanzen so bereits in kleinen Mengen schädlich, während sie im Labor als ungefährlich eingestuft werden. Burtscher fordert deshalb, die Cocktailwirkung bei der Festlegung von Grenzwerten einzubeziehen.

17.07.2014 |

Landwirtschaftsminister verordnet Tierschutz-Erlass

Wie es dem Huhn zu Lebzeiten erging, kaschiert die Panade! Wie es dem Huhn zu Lebzeiten erging, kaschiert die Panade!

Der wegen seines unermüdlichen Einsatzes für Tier-und Umweltschutz auch als „Bauernschreck“ bezeichnete Agrarminister Christian Meyer verstärkt den Tierschutz in seinem Bundesland weiter. Am gestrigen Abend wurde ein Erlass für verbesserten Tierschutz an die niedersächsischen Landkreise verschickt, der ab sofort gilt. In diesem ist festgeschrieben, dass Hühnermastbetriebe nun strengeren Kontrollen ausgesetzt sind. Weisen die Tiere übermäßig schwere Verletzungen auf, wird die Besatzdichte reduziert, die Tiere haben so mehr Platz zum Leben. „Das schafft klare Anreize für mehr Tierschutz. Wer die nicht erfüllt, erleidet ökonomische Einbußen“, so Landesminister Meyer. Zudem soll eine Telefon-Hotline eingerichtet werden, über die Arbeitnehmer des Agrarsektors anonym Beschwerden und Hinweise bezüglich Tier- und Arbeitsrechtverstößen melden können: „Oft sind diese „Whistleblower“ die einzige Möglichkeit, kriminellen Verstößen gegen den Verbraucherschutz auf die Spur zu kommen“, so Meyer.

17.07.2014 |

Agrarposten in Brüssel werden neu verteilt

Dacian Ciolos EU-Agrarkommissar Dacian (Foto: Volker Gehrmann)

Jean Claude Juncker hat sich noch nicht entschieden, doch Rumäniens Regierung will den EU Agrarkommissar Dacian Ciolos weiter auf diesem Posten halten. Im Agrarausschuss des EU-Parlaments löst der konservative Czeslaw Siekierski aus Polen den sozialistischen Italiener Paolo De Castro als Vorsitzender ab. Der Grüne José Bové gehört nicht mehr zu den Vize-Vorsitzenden des Ausschusses.

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