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27.05.2016 |

Vorgespräche zum Milchgipfel

BDM fordert politische Unterstützung zur Mengenregulierung (Foto: Simon Zeimke, flickr.com, https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/de/) BDM fordert politische Unterstützung zur Mengenregulierung (Foto: Simon Zeimke, flickr.com, https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/de/)

Im Vorfeld zum Milchgipfel am kommenden Montag und nach Kritik, dass er ohne Erzeugerorganisationen wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) stattfinden soll, hat das Bundesministerium am heutigen Freitag zu einem Vorgespräch geladen. So solle „aus den verschiedenen Vorschlägen und Positionen eine für den gesamten Berufsstand mehrheitsfähige Position erarbeitet werden“, so Staatssekretär Peter Bleser laut TopAgrar.com.

Die zuvor geäußerte Kritik bezog sich darauf, dass der Milchgipfel zu einseitig ausfallen könne, da die teilnehmenden Akteure Mitverursacher der Krise seien und die angekündigten Millionen nicht die Ursache der Krise angingen, so die AbL. Die Positionen der AbL und des BDM – dass es sinnvoller wäre, die Ausschüttung der Zahlungen an eine Mengenreduktion zu knüpfen – bliebe außen vor. Das Ministerium begründete diesen Schritt mit der Aussage, die Positionen seien bereits bekannt. Aufgrund des Drucks der Medien und der Erzeugerorganisationen soll es nun im Vorfeld doch noch zu einer Anhörung kommen.

Es wurde von der AbL noch einmal darauf verwiesen, dass nicht die Wiedereinführung der Milchquote gefordert werde, sondern eine kurzfristige Mengenreduzierung, die Bund und Länder finanziell unterstützen sollten. Landwirte, die freiwillig weniger Milch ablieferten, sollten durch einen Bonus honoriert werden und diejenigen, die zu viel ablieferten, sollten Abzüge bekommen.